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Regional Youtuber Firas Alshater stellt sein Buch vor
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00:17 31.10.2016
Firas Alshater im Gespräch mit Prof. Sabine Hess im historischen Gebäude SUB. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Auch wenn der 25-Jährige mit dem dunklen Hipster-Bart, der Nerdbrille und den knallroten Turnschuhen den Saal auch locker allein hätte unterhalten können, bekam er bei seinem Auftritt in der Reihe „science & arts“ Unterstützung von Prof. Sabine Hess vom Institut für Kulturanthropologie der Universität Göttingen. Die befragte den Syrer, der 2013 durch ein Filmprojekt in Berlin nach Deutschland kommen konnte, zu seinem Leben, dem Buch und seinen „Zuckerstückchen“, wie Alshater seine Videos auf seinem Youtubekanal „Zukar“ nennt.

Die Angst weckt jeden

Dass der gar nicht wirklich geplant war, verriet Alshater im Gespräch. So zeigte er ein noch unveröffentlichtes Video über sein Leben in Syrien – wo der Filmemacher aufgrund seiner Aktivität längere Zeit im Gefängnis saß und gefoltert wurde. Im Gegensatz zu seinen sonst sehr humorvollen Videos kam der Kurzfilm sehr ernst daher. Einprägsam die Worte: „Wir brauchen keinen Wecker, die Angst weckt jeden.“ „Als wir den Film produziert haben, wollte ich spontan zur Abwechslung etwas Lustiges machen“, sagt Alshater – so entstand der erste Youtube-Clip „Wer sind diese Deutschen?“, der mittlerweile fast 800000-mal geklickt wurde.

So erzählte Alshater in Göttingen Anekdoten vom Ankommen in Deutschland – von den „einfach putzigen“ Polizisten, die versuchten böse zu gucken, über den Kampf mit der Bürokratie bis zur Entdeckung, dass man den Euro, den man in einen Einkaufswagen steckt, auch zurückbekommen kann. Das Publikum zeigte sich dankbar und lachte viel.

Humor gegen Hass

Auf den Humor zielte auch eine Frage aus dem Publikum: „Verstehen andere Flüchtlinge in Deutschland deinen Humor?“ Es gebe immer Flüchtlinge sowie auch Deutsche, die ihn nicht verstehen, so Alshater. „Aber mit Humor kann man gegen Hass kämpfen, mit Hass nicht“.

Mit Humor nahm das Publikum es auch, als Alshater mehr Licht auf dem Publikum forderte – um es bei den Fragen besser zu sehen, wie viele vermuteten. Doch kaum waren die Zuschauer hell erleuchtet, zückte er seine Kamera und schoss Selfies.

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