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Sängerin Teresa Bergman beim KWP-Festival

Open Air im Kaiser Wilhelm Park Sängerin Teresa Bergman beim KWP-Festival

Beim 28. Open-Air-Festival im Kaiser-Wilhelm-Park am 18. und 19. August in Göttingen wird auch die neuseeländische Sängerin Teresa Bergman auftreten. Im Tageblatt-Interview geht es um ihre Musik und ihre musikalischen Wurzeln – und den Göttinger Auftritt am Sonnabend.

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Tritt am Sonnabend beim KWP-Open Air 2017 auf: Teresa Bergman.

Quelle: Linnhoff

Göttingen. Beim 28. Open Air Festival im Kaiser Wilhelm Park am 18. und 19. August wird auch die neuseeländische Sängerin Teresa Bergman auftreten. Im Tageblatt-Interview geht es um ihre Musik und ihre musikalischen Wurzeln.

Ihre ursprüngliche Heimat ist Neuseeland. Warum haben Sie das Land verlassen?

Die Wanderlust! Europa hat mich immer fasziniert. Fremdsprachen haben mich als Musikerin fasziniert. Ich habe Deutsch und Französisch gelernt und Deutsch weitergemacht, weil ich meine Deutschlehrerin mehr gemocht habe als meine Französischlehrerin.

Wann entdeckten Sie, dass Ihre Stimme sehr besonders ist ?

Ich habe Stück für Stück festgestellt, dass, wenn ich singe, ich bei den Menschen offensichtlich etwas bewege. Gesangsunterricht im klassischen Sinn habe ich nicht genommen, hatte aber die Chance, unter einer sehr tollen Lehrerin ein paar Monate am Stück zu lernen. Sie war lange als Background-Sängerin für Cat Stevens unterwegs und eine top Session-Sängerin.

Sie haben in Deutschland studiert und einen Master in Politik absolviert. Wann wurde für Sie die Musik zum Mittelpunkt?

Vor dem Studium war ich sechs Monate in Berlin. Dort hatte ich meine ersten wichtigen Auftritte, habe Musiker kennengelernt, meine Lieder präsentiert, Straßenmusik gemacht, und es hat mich tief berührt, wie das ankam. Dann bekam ich die Chance, mit einem kleinen Label zu arbeiten. Der Chef Simon Alter, mein jetziger Manager, hat an mich geglaubt und mir ermöglicht, eine CD zu machen. Ich habe diesen Schubs gebraucht. Während meiner Masterarbeit hatte ich dann vier Monate meine Gitarre nicht angefasst. Das hat mich so krass traurig gemacht, dass ich nach Abgabe der Arbeit nur noch Gitarre spielen wollte.

Open Air im KWP: Ticketverlosung

Für Tageblatt-Leser hat der Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen, der den Kultursommer veranstaltet, zwölf Eintrittskarten zur Verfügung gestellt. Für jeden Festivaltag, somit auch für den ausverkauften Freitag, werden dreimal zwei Karten am Mittwoch, 16. August, verlost unter den Anrufern, die in der Zeit von 9 bis 16 Uhr anrufen unter Telefon 01 37 / 8 60 02 73 (0,50 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Preise aus dem Mobilfunknetz können abweichen; der Rechtsweg ist ausgeschlossen). Name, Adresse, Telefonnummer und das Stichwort „KWP“ nennen. Wer nicht gewinnt, kann für den Sonnabend noch Eintrittskarten im Vorverkauf in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Weender Straße 44 in Göttingen oder Marktstraße 9 in Duderstadt, erhalten. Weitere Informationen: kultursommer.goettingen.de

Welche musikalischen Einflüsse haben Sie geprägt?

Alle! Ich bin als Kind sehr vom Musikgeschmack meines Dads beeinflusst worden. Es gab ganz viel Beatles, sie sind immer noch meine Lieblingsband. Es gab aber auch ganz viel Led Zeppelin und Deep Purple und Folk-Musik wie Crosby, Stills & Nash. Als Teenager habe ich dann Alanis Morissette entdeckt. Ich war genau das Zielpublikum für „Jagged Little Pill“. Das Album hat mich sehr geprägt. In neuerer Zeit sind dann auch viel Jazz- und Funkeinflüsse dazugekommen.

Wie findet man die richtigen Musiker für seine musikalischen Vorstellungen? Sie haben Ihre Band ja kürzlich neu aufgestellt.

Trial and Error! Ich kenne den deutschen Begriff dafür nicht. Tatsächlich aber hauptsächlich durch das zusammen Jammen. Oder einfach durch Leute anschreiben. Ich habe gerade einen ganz großartigen Schlagzeuger über Facebook gefunden.

War Straßenmusik, die Sie weiterhin gerne machen, wichtig für Ihre Entwicklung und Bühnenpräsenz?

Ja, ich glaube, mein Stil ist sehr geprägt durch Straßenmusik. Ich habe das mit neun oder zehn Jahren angefangen. Ich habe Wasserball gespielt und Geld für meine Sportreisen gebraucht. Durch die Straßenmusik habe ich auch ganz früh gelernt, laut zu singen, so ganz ohne Mikrofon, und dadurch schon als kleines Kind eine kraftvolle Stimme entwickelt.

Gehen Sie unterschiedlich an Clubkonzerte oder Festivals heran?

Clubkonzerte sind oft intimer, da kann man mehr Balladen spielen oder auch A-cappella-Songs einplanen. Oft springe ich dabei auch gerne von der Bühne und spiele im Publikum. Solche Sachen sind meist bei Festivals nicht möglich. Dort sind andere Sachen mit großen Sounds und Publikumsresponse möglich. Was ich am meisten liebe ist, wenn das Publikum mitsingt und mitmacht, das ist echt cool.

Wann ist mit Ihrem neuen Album zu rechnen und wie wird es klingen?

Wir sind gerade letzte Woche im Studio gewesen. Die neue Platte geht so in Richtung „angehaucht von Jazz, aber eher Pop-Funk“. In Kürze spielen wir aber erst mal beim Reeperbahn-Festival. Das ist ein wichtiger Termin, denn wir sind aktiv auf der Suche nach dem richtigen Label. Und vor diesem Schritt wird das Album nicht veröffentlicht.

Was erwarten Sie von dem KWP-Festival in Göttingen?

Ich habe schon viele tolle Sachen darüber gehört und hohe Erwartungen daran. Ich konnte heute bei der Pressekonferenz schon den Wald sehen und kann mir vorstellen, dass es großartig ist, wenn dort Lichter, Publikum und Bühne sind. Und alle meine bisherigen Shows hier in Göttingen und Northeim waren herzlich und schön.

Und was erwartet die Besucher des KWP bei Ihrem Auftritt?

Das wird ein sehr tanzbares Programm, sehr groovig, funkig und kraftvoll mit ein paar zarten Momenten.

Interview: Jörg Linnhoff

Von Jörg Linnhoff

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