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Tess Wiley mit ihrem Album „Little Secrets“ im Göttinger Nörgelbuff

Über den Löwenzahn Tess Wiley mit ihrem Album „Little Secrets“ im Göttinger Nörgelbuff

Melancholisch sind fast alle ihre Lieder. Und das, so erklärt die Sängerin Tess Wiley, habe einen einfachen Grund: Wenn man gut drauf ist, „geht man aus und schreibt keine Lieder“. Ihr neues Album „Little Secrets“ hat die Singer/Songwriterin im nur halb gefüllten Nörgelbuff vorgestellt.

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Sparsam und verhalten: Tess Wiley.

Quelle: EF

Göttingen. Begleitet wurde sie an diesem Abend von Tim Potzas an der Gitarre.

Drei Alben hat Wiley bereits vor „Little Secrets“ veröffentlicht. Geboren und aufgewachsen ist die Musikerin in Texas, seit vielen Jahren lebt sie nun aber schon in Gießen.  Sie sei immer auf der Suche nach Songthemen, erzählt sie.

Und so singt sie schon mal über den Löwenzahn, auch der habe ja seine traurigen Seiten, weil keiner ihn so recht mag.  Meist aber verarbeitet sie ihre persönlichen Erfahrungen in den Songs. Die Americana-Einflüsse in ihrer Musik sind immer spürbar. Mancher der neuen Songs entwickelt aber auch Radio-Qualitäten, etwa „Tornados“.

Gewollte Sparsamkeit

Etwas spröde kommt sie an diesem Abend daher. Aber diese Sparsamkeit ist gewollt. Weniger ist mehr, so lautet ein Credo von Wiley. Sie nennt das Downsizing, Runterkommen, auch oder gerade in ihren Konzerten. So verhalten wie ihre Ansagen sind zunächst auch ihre Songs, die sie zum Teil auf dem Klavier begleitet.

Und selbst die Stimme muss offensichtlich erst warm werden. In den Höhen fehlt ihrer ansonsten eher rauen Stimme zunächst die Kraft und auch etwas Klarheit. Das legt sich im Lauf des Konzerts.

Wileys eigentliche Stärke  sind aber die Emotionen: Wehmut, Trauer, Nachdenklichkeit – Gefühle transportiert diese Sängerin sehr glaubhaft. Und mit ihrem guten Begleiter Potzas erreicht sie ihr Publikum dann schließlich auch auf ihre ruhige Art.

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