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Regional „The Bronze Medal“ in Göttingen: Vom Leben inspiriert
Nachrichten Kultur Regional „The Bronze Medal“ in Göttingen: Vom Leben inspiriert
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00:32 02.04.2015
Begeisterten ihre Gäste im Exil: „The Bronze Medal“. Quelle: EF
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Göttingen

Sie erklärte das so: Treppe runter, wieder rauf, wieder runter und nach dem Auftritt noch einmal hoch. Auf Grund eines Wasserschadens musste das Konzert der jungen Briten am Sonntagabend nämlich spontan vom Nörgelbuff in das Exil umverlegt werden.

Die sechs jungen Männer wirken auf der Bühne sehr liebenswürdig. Ihre Indie-Lieder ähnelt bisweilen denen ihres Vorbilds, der Band „The National“. Die Melodien sind meist ruhig, Texte und Instrumente verschwimmen zu einem großen Ganzen. Sie wirken verwaschen. Durch das Harmonium unterstützt die Band diesen Eindruck, ebenso wie durch das Einspielen elektronischer Klängen. Träumerisch wirken diese Lieder, die die Band beispielsweise „Milk“ nennt oder „Largo“. Andere Lieder, wie „Room and Wine“, enthalten schnellere, dramatischere Momente. Die Trommeln, Rasseln und Schellen treten in den Vordergrund, die Gitarren werden lauter. Die schlicht gekleideten Musiker stehen auf der Bühne und schütteln ihre kurzen Locken im Takt.

In ihren Liedern zeigt die Band neben ihrer rockigen auch ihre romantische Seite. „Show me Land“, „Furrows“ oder „Tunnel“ handeln von Liebe – und Herzschmerz, den Herzthemen der Band. Ideen für ihre Texte greife sie demnach aus ihrem persönlichen Umfeld, aus eigenen Beziehungen und denen von oder zu Freunden. Durch eine Freundschaft seien auch die Band und ihr Name „Bronze Medal“ entstanden. In Skandinavien seien Robin Southwell und Chris Miller, die Songwriter der Gruppe, gereist und das gleichnamige Lied einer schottischen Band stehe für ihre Freundschaft. Da Bandnamen ihrer Ansicht nach „always shit“ seien, gefiel ihnen der Name mit immerhin persönlichem Bezug.

Nach ihrem Konzert lassen sich die Musiker Zeit für Gespräche mit ihren Zuhörern. Am Sonntagabend spielten sie vor kleinem Publikum. Doch auch die Mighty Oaks, denen „The Bronze Medal“ durchaus ähnelt, spielten einst im Apex und füllten wenig später  Konzerthallen.

Von Theresa Hellwig

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