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Tim Neuhaus live: „Wunderbar losgelöstes Gefühl“

Konzert im Jungen Theater Tim Neuhaus live: „Wunderbar losgelöstes Gefühl“

In Hagen wird den Kindern Musikalität wohl in die Wiege gelegt. Nicht nur Nena und ihre „99-Superhit-Luftballons“ kommen von dort, sondern auch Tim Neuhaus. Der 34-jährige ist mit seiner Band „Tim Neuhaus & The Cabinet“ auf dem besten Wege, so berühmt zu werden wie die Popmusikerin.

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Tim Neuhaus

Quelle: EF

Göttingen. Über seine Kompositionen schreibt der „Rolling Stone“, sie seien  „erhabene, erhebende Kunst“. Dass es treffsicherer nicht formuliert werden könnte, zeigten die vier Musiker am Mittwochabend im prall gefüllten Foyer des Jungen Theaters.

Neben bekannten Folk-Pop-Hits, wie „As life found you“ präsentieren sie vor allem ihr neues Album. Zu angenehm skandinavisch-anmutenden Vibes, Harmoniegesängen und Gitarrenspiel mischen sich auf „Now“ auch elektronische und jazzige Töne. So bleibt das Zuhören ein abwechslungsreicher Ohrenschmaus.

Englisch kommt authentisch daher

Dafür sorgen auch die Texte, die Neuhaus mithilfe des US-amerikanischen Songwriters Ian Fisher gedichtet hat. Nicht nur das Englisch kommt deshalb authentisch daher, auch der Inhalt jedes Liedes hat eine eigene Seele. Über „Crashing through roofs“ erzählt Neuhaus zum Beispiel, dass es ein Stück sei, das ihn daran erinnere, in Zeiten der Sorge angstfrei zu bleiben.

Schon früh hat er mit dem Musikmachen begonnen. Er studierte Schlagzeug in Weimar und trommelte unter anderem für Konstantin Wecker und Clueso. 2006 wollte er dann vom Schlagzeug wieder in Richtung Gitarre und Gesang wechseln und entschloss sich, eine eigene Band zu gründen. Trotzdem soll dies nicht sein einziges Projekt bleiben. Als Drummer ist er unter anderem auch bei der „Blue Man Group“ aktiv, wo er Florian Holoubek, den jetzigen Schlagzeuger der Band, kennenlernte.

„Ein cooles Wohnzimmerkonzert“

Die angenehme Stimmung auf der Bühne schwappt ins Publikum über. „Ein cooles Wohnzimmerkonzert“, sagen Zuhörer über die Atmosphäre. Die sympathische Art der Tonkünstler trägt ihren Teil dazu bei. Beherzt plaudern sie aus dem „Tourbüschen“, berichten von witzigen Erlebnissen mit der Vorband „Ian Fisher & The Present“. So erscheint es am Ende völlig natürlich, dass „The Cabinet“, „The Present“ und das Publikum unplugged musizieren.

Von Sarah Lodder

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