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Träumen mit Ferrari und Mompou

Liederabend Träumen mit Ferrari und Mompou

Auf eine kleine Südwesteuropareise“ lädt Kantor Stefan Kordes ein. Er, der Reiseführer am Klavier, hat sich weibliche Verstärkung gesucht und mit der Sopranistin Simone Schwark geht es durch Frankreich, Katalanien, Italien und Spanien mit Liedern von Maurice Ravel, Claude Debussy, Frederic Mompou, Ermanno Wolf-Ferrari und Enrique Granados.

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Stefan Kordes an der Orgel.

Quelle: Heller

Göttingen. Der „Liederabend“ im Rahmen der 22. Internationalen Orgeltage St. Jacobi lockte trotz seines reizvollen Repertoires und der in Göttingen durch die Internationalen Händel-Festspiele bereits bekannten Schwark nur wenige Zuhörer in den Gemeindesaal. Bei den Festspielen 2012 sang Schwark den ersten Sopran in Händels „Dixit Dominus“ unter der Leitung von Kordes und sprang außerdem überraschend als Oriana in der Festspieloper „Amadigi di Gaula“ unter der Leitung von Andrew Parrot ein, mit Bravour.

So ist auch an diesem Abend ein wahres Hörvergnügen zu erleben, mit viel italienischer Lebensfreude wie bei Ferraris „4 Rispetti op. 12“, aber auch mit leisen, melancholischen Tönen wie bei Debussys „Mandoline“, dem ersten Text des Dichters Paul Verlaine, den Debussy vertonte.
Da perlen die Klaviertöne träumerisch dahin, glänzt der Sopran und lädt die Zuhörer zum spätsommerlichen Schwelgen ein.

Die große persönliche Entdeckung bei den Vorbereitungen sei aber für ihn das Werk des Katalanen Mompou gewesen, so Kordes. Dieser habe nach der Devise „keine Note zuviel“ komponiert. An diesem Abend erklingt „Combat del somni – Traumkampf“, nach Liebessonetten des katalanischen Dichters Joseph Janés.

Von Schwark wunderbar und tiefsinnig interpretiert wird vor allem das zu diesem Zyklus gehörende Lie „Damunt de tu només les flors“ (Über dir nur Blumen) aus dem Jahre 1942. Leichtigkeit und Heiterkeit bieten Kordes und Schwark mit Auszügen aus Granados „Tonadillas“, mit besonders neckischem Text, das Verhältnis der Geschlechter betreffend. Schwark singt ausdrucksstark und mit sichtlichem Vergnügen und die wenigen Zuschauer lassen das Duo nach diesem Europa-Kurztrip von 75 Minuten nicht ohne Zugabe gehen.

Mehr Informationen auf jacobikantorei.de

Von Marie Varela

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