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Regional Turbostaat feiert 20-Jähriges: Tour-Auftritt in der Göttinger Musa
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18:19 12.02.2019
Turbostaat: Die Band spielt 23. Februar in der Musa. Quelle: R
Göttingen

Beginn des Auftritts der 1999 in Husum gegründeten Formation ist um 21 Uhr. Dem Anlass entsprechend kündigt die Flensburger Band auf ihrer Facebookseite an, „ausschließlich Lieder der ersten beiden Platten ,Flamingo’ und ,Schwan’“ zu spielen – „und ein wenig von der ,Vormann Leiss’“. Der Flamingo flaniert seit 2001 am Hafendamm, seit 2003 begleitet ihn der Schwan auf dem Wasser. Vormann Leiss erblickte 2007 das Licht der Öffentlichkeit.

Fotobuch zum Geburtstag

Im September 2018 schrieb die Band auf ihrer Website eine Notiz an ihre Fans: „Es ist zurzeit still im Hause Turbostaat. Wir kauen langsam aber stetig auf neuen Liedern herum und im Hintergrund wird mit Andreas Hornoff an einem Fotobuch gearbeitet, welches im Januar im Verbund mit unserem Live-Album erscheinen wird und den Namen ,Nachtbrot’ trägt. Aber wir leben noch.“

Album „Nachtbrot“ Appetithappen für Bühnen-Shows

Das Nachtbrot ist ein Appetithappen für „live on stage“, ständiger Begleiter der Geburtstagstour und das Ergebnis einer Klausur, denn Konzerte waren 2018 rar gesät. Jetzt feiert das Quintett – und staunt. „Rückblickend ist es nicht mehr zu beantworten, ob überhaupt jemand von uns zur ersten Probe erschienen wäre, wenn wir damals gewusst hätten, dass das automatisch bedeutet, für die nächsten zwei Jahrzehnte Verpflichtungen zu haben“, schreibt die Band.

Turbostaat entstand aus den Trümmern anderer Bands

„Wir kommen aus einer Szene, in der sich laufend Bands gegründet und aufgelöst haben, die wenigsten hatten länger als ein paar Jahre Bestand.“ Häufig hätten sich Musiker anders orientiert oder sich „einer anderen Band zugewandt. Schlussendlich ist in unserem Fall aus solchen Trümmern Turbostaat entstanden.“

„Und verdammt, wir hatten Glück.“

Am 7. Januar 1999 haben die Jungs zum ersten mal gemeinsam Musik gemacht, „ohne zu wissen, was für einen riesigen Einfluss diese Zusammenkunft für unser Leben haben wird. Wir waren fünf der Übriggebliebenen. Geplant war lediglich, dass wir ein bisschen Deutschpunk ballern.“ Vielleicht würde ja jemand zuhören, der Interesse entwickeln könnte; nur vielleicht natürlich. „Und verdammt, wir hatten Glück.“ Ein Konzerttermin wurde vereinbart und das Auto beladen.

„Und wenn zum Beispiel in Oerlinghausen nur sechs Zahlende waren, dann hat das für uns gar keine Rolle gespielt. Genauso wenig war es wichtig, sein Instrument vernünftig zu beherrschen. Jeder hat so gut gemacht, wie er konnte und wenn es nicht gereicht hat, wurde eben stillschweigend entschieden, dass es sehr wohl reicht.“ Die ersten beiden Platten, Flamingo und Schwan, schreibt die Band, könne man im Grunde mit ,Ich kann das nicht richtig’ und ,Das war anders gemeint’ charakterisieren. Und trotzdem oder gerade deswegen“ hätten die Platte Gefallen gefunden. Stillschweigen war nicht – laut ist angesagt. Demnächst in der Musa.

Tickets sind unter anderem in den Geschäftsstellen des Göttingen (Weender Straße 44) und des Eichsfelder Tageblatts, Marktstraße 9 in Duderstadt, erhältlich.

Von Stefan Kirchhoff

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