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Ulrike C. Tscharre liest im Alten Rathaus

Göttinger Kultursommer Ulrike C. Tscharre liest im Alten Rathaus

Ulrike C. Tscharre ist eine gefragte Schauspielerin. Am Freitag, 4. August, kommt sie zum Göttinger Kultursommer ins Alte Rathaus, Markt 9. Dort liest sie aus „Die Terranauten“, jüngste Buch des US-Amerikaners T.C. Boyle - ihr „absoluter Lieblingsautor“, sagt Tscharre im Telefongespräch.

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Fernsehstar Ulrike C. Tscharre liest beim Göttinger Kultursommer.  

Quelle: r

Göttingen. Boyle erzählt die Geschichte von vier Männern und vier Frauen, die zwei Jahre lang komplett abgeschlossen von der Außenwelt in einer Glaskuppel mit eigenem Ökosystem leben. Doch auch in dieser eigenen Welt bleibt der Mensch Mensch. Eitelkeit, Missgunst und Rivalität gefährden die Mission. Die Lage wird sogar noch komplizierter durch die Liebe und eine Schwangerschaft.

Sie sei gefragt worden, ob sie beim Kultursommer lesen möchte, sagt Tscharre. Die Wahl des Buches viel offenbar nicht schwer. „Die Terranauten“ ist erst in diesem Jahr auf Deutsch erschienen, und „Amerika“ von Boyle „ist mein Lieblingsbuch“. Ein illegaler mexikanischer Einwanderer muss sich in den USA durchschlagen, sein Leben wird von Tag zu Tag katastrophischer. „Dieses Thema passt sehr gut in die heutige Zeit“, sagt Tscharre.

In Hamburg ist das Wetter zu schlecht

Tscharre ist vor mehr als zehn Jahren nach Berlin gezogen. Vorher habe sie einige Jahre in Köln gelebt, doch dort sei ihre Zeit zu Ende gegangen. Berlin sei ihr damals suspekt gewesen, sagt Tscharre, „zu grau, zu zugig“. Zudem habe es diese Welle gegeben. Jeder habe nach Berlin gemusst. Dem wollte sie sich nicht anschließen. Doch es sollte eine Großstadt sein. „In Hamburg war mir das Wetter zu schlecht, München wollte ich nicht. Da blieb nur Berlin. Heute schätzt sie den Ort, weil  man dort „wie in keiner anderen Stadt wohnen kann, wie man möchte“. Und sie selbst? „Eher ruhig“, sagt Tscharre, die in der Nähe eines Sees lebt und segelt, so verraten es Internetgeschichten. Segelt sie noch immer? „Natürlich! Einmal Segler, immer Segler. Sobald man auf dem Boot ist, ist alles andere nicht so wichtig.“ Dann konzentriere sie sich auf das Wasser und auf das Boot.“

In Göttingen war die 45-jährige Schauspielerin bislang nicht. Sie habe aber gerade mit einem jungen Kollegen gedreht. Dessen Freundin spiele in Göttingen an einem der Theater. Deshalb sei er auch häufiger in der Stadt. Er habe Göttingen als sehr junge und sehr lebendige Stadt mit viel Kultur geschildert.

Einen Film, den sie unbedingt noch drehen möchte, kann Tscharre aus dem Stand nicht nennen. „Es gibt ja so viel.“ Sie liebe es, „als arbeitende Person in einem anderen Land zu sein. Man macht andere Erfahrungen als ein Tourist“. Manchmal habe sie ja diese Möglichkeit, gerne aber würde sie viel häufiger im Ausland drehen. Und: In einer großen Hollywood-Produktion würde sie gerne mitarbeiten – allein aus Neugierde.

Mit 25 an die Schauspielschule

Tscharre entschied sich später als viele andere für den Beruf der Schauspielerin. Mit 16 Jahren habe sie sich in einer privaten Theatertruppe engagiert. Eine Produktion jedes Jahr hätten sie auf die Beine gestellt. Die seine auch im Rückblick „ziemlich toll“ gewesen. Kleinere Engagements an Studiotheatern seien gefolgt. Doch dann habe sie gemerkt, dass ihr das Schauspielen zu wichtig sei, „um es nebenbei zumachen“. Sie ging im Alter von 25 Jahren an eine Schauspielschule. „Ich habe angefangen, als die anderen schon fertig waren.“ Die jungen Kollegen wollten sich ausprobieren, sie aber habe lernen wollen. Die Konsequenz: Sie brach die Schule nach zwei Jahren ab, zog nach Köln und suchte sich selbst Lehrer. Heute liest Tscharre Hörbücher ein und gibt Lesungen, Sie spielt große Fernsehrollen, und für eine ganze Reihe dieser Aktivitäten wurde sie schon ausgezeichnet.

Ulrike C. Tscharre liest am Freitag, 4. August, im Alten Rathaus, Markt 9 in Göttingen, aus dem Roman „Die Terranauten“ von T.C. Boyle. Die Veranstaltung des Göttinger Kultursommers beginnt um 20.30 Uhr. Karten gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Weender Straße 44 und Marktstraße 9 in Duderstadt.

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