Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° Schneeschauer

Navigation:
„Un Kuartito“ bringt die Musa zum Brodeln

Konzert „Un Kuartito“ bringt die Musa zum Brodeln

Seit 1992 besteht die Band „Un Kuartito“ nun schon und spielt sich seit dem durch die ganze Welt. Ihr Weg hat sie schließlich auch nach Göttingen geführt, wo sie am Mittwoch das Publikum in der Musa auf Hochtouren brachten.

Die fünf Musiker kommen mit einer ganzen Bandbreite an Stilrichtungen nach Deutschland. Sie stammen aus Argentinien, genauer: aus Buenos Aires. Von Anfang an klingt ihre Musik fröhlich, frisch, aber auch frech. Meist wird Reggae oder Ragga gespielt, der des öfteren mit Ska, Dancehall und Funk-Elementen gepaart ist. Mal hämmert der Bass von Martin Rodriguez, mal spielt er smoothe Tonfolgen. Dabei singt Rodriguez mit seiner rauen Stimme spanische Texte und bringt immer wieder lautmalerische Elemente unter.

Verausgaben vor der Bühne

Auf etwas gediegenere Reggae-Lieder, folgt immer wieder eine schnelle Ska-Nummer, bei der sich die Leute vor der Bühne verausgaben können. An den Percussions steht Sebastian Scrivano, der mit seinen teilweise sambaähnlichen Rhythmen, Feuer und Temperament in die Musik bringt.

Das Zusammenspiel mit Schlagzeuger Emiliano Rodriguez, der das erste Mal in Deutschland ist, klappt hervorragend. Immer wieder ergänzen sich die beiden in Polyrhythmen, was den Songs eine unheimliche Dynamik verleiht. Gitarrist Jose Bigatti spielt dazu ansprechende Soli mit viel Effekten oder aber den üblichen Ska-Staccato-Sound. Das Spiel von Rogelio Quintana am Keyboard rundet die Musik gut ab.

Dabei bringt das Quintett auch eine reife Bühnenshow mit, bei der sie selbst auf der Bühne alles geben, um die Menschen davor mitzureißen.

Kurz bevor die Musiker die Bretter verlassen, um dann zu der obligatorischen Zugabe wieder zu erscheinen, skandieren sie gemeinsam mit der Menge: „otra mas, y no podemos mas“, was soviel bedeutet wie „noch eins, und dann können wir nicht mehr“. Nach dem anschließenden kurzen Aufenthalt im Backstagebereich entern die fünf wieder die Bühne und spielen eine eigene Version von „Stand by me“. Danach scheinen sich alle ausgetobt zu haben, und das Konzert endet unter wildem Applaus.

Von Jascha Greve

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regional
NDR2-Soundcheck: Statements von der Open City Stage am Sonntag