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Verdi und Göttinger Händel-Festspiele streiten über Gehälter

Schlagabtausch nach Stellenausschreibung Verdi und Göttinger Händel-Festspiele streiten über Gehälter

Der Streit zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Göttinger Händel-Festspielen spitzt sich zu: Erneut kritisierte Verdi am Freitag, die Gesellschaft wolle eine ausgeschriebene Verwaltungsstelle nicht ausreichend bezahlen. Die Gesellschaft wiederum weist „falsche Informationen“ von Verdi zurück.

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Tobias Wolff

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Vor zwei Wochen hatte der Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Süd-Ost-Niedersachsen, Sebastian Wertmüller“ erstmals die aktuelle Stellenausschreibung der Internationalen Händel-Festspiele scharf kritisiert. Sie suche einen hochkarätigen Mitarbeiter im Künstlerischen Betriebsbüro, wolle dafür aber nur einen Mindestlohn zahlen. Wertmüller fordert eine tarifliche oder ortsübliche Vergütung, die der zu leistenden Arbeit entspreche. Dabei sei es unerheblich, ob Berufseinsteiger die früher als Praktikum ausgewiesene Stelle besetzen. Es sei eher ein „großes Ärgernis, dass ein renommierter Festspielveranstalter bisher unbezahlte Praktika missbraucht hat, um seine reguläre Arbeit zu bewältigen“, ein Mindestlohn mache das nicht besser.

Der Geschäftsführende Intendant der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen, Tobias Wolff, reagierte am Freitag spürbar ungehalten auf die Verdi-Vorwürfe. Die dazu verbreiteten Informationen seien teilweise falsch. „Und ich bedauere, dass Verdi nach dem ersten öffentlichen Austausch unser Angebot zu konstruktiven Gesprächen bisher nicht angenommen hat“, so Wolff.

Entgegen der Verdi-Aussage, sei das genannte Praktikum auch vor der jetzigen Stellenausschreibung vergütet worden, ergänzte Wolff. Alle Vergütungen bei den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen bewegten sich zudem im branchenüblichen Bereich. Und „selbstverständlich“ seien alle Gesellschafter und weiteren Partner über Personalstruktur und -kosten immer informiert - auch über die ausgeschriebene Stelle. Wertmüller hat das bezweifelt.

Von Ulrich Schubert

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