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Viel Raum für Musik

Niedersächsische Musiktage in Bad Grund Viel Raum für Musik

Mit der Kombination aus Musik und Wissenschaft sollen die 31. Niedersächsischen Musiktage vom 2. September bis zum 1. Oktober ein breites Publikum ansprechen. Das diesjährige Motto „Raum“ lässt im wahrsten Sinne des Wortes viel Platz für Interpretation - auch in der Maschinenhalle des ehemaligen Bergwerks Hilfe Gottes in Bad Grund.

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Die Lautten Compagney aus Berlin wird in der Maschinenhalle des ehemaligen Bergwerks Hilfe Gottes in Bad Grund auftreten.Foto: R

Quelle: Ida Zenna

Bad Grund. Am Donnerstag, 28. September, werden in der Maschinenhalle die Mezzosopranistin Tora Augestad und die Lautten Compagney Berlin auftreten. Darüber hinaus gibt Professor Friedrich-Wilhelm Wellmer zu der in der Halle befindlichen Leibniz-Trommel - einer Fördertrommel aus dem Jahr 1907 - eine Einführung.

Die 31. Niedersächsischen Musiktage der Sparkassenstiftung stehen unter dem Motto „Raum“, wie Intendantin Katrin Zagrosek berichtete. Gerade für Niedersachsen sei der Begriff Raum wegen seiner vielseitigen Landschaften ein sehr spannender. Vom Wattenmeer, das bei einer Wattwanderung mit Vivaldis Vier Jahreszeiten „verbunden wird“, bis zum Harz, wo die Musik aus der Tiefe eines ehemaligen Bergwerks geholt wird, finden Musikliebhaber über das ganze Land verteilt musikalische Highlights. Mit Jazz-Größe Avishai Cohen in der Universität Lüneburg oder Klimaforscher Mojib Latif im Wattenmeer-Besucherzentrum bietet das Festival Veranstaltungen.

Jedes einzelne Projekt sei sehr ortsspezifisch bezogen, so Zagrosek zum Programm der Musiktage. „Je buchstäblicher wir den individuellen Ort genommen haben, umso interessanter wurde das jeweilige Konzerterlebnis“, berichtete Intendantin Zagrosek.

In Bad Grund wird es Balladen und Erzählungen, vertont von John Dowland, Henry Purcell und Thomas Campion geben, wie auch Lieder von Franz Schubert und melancholische Arien von Claudio Monteverdi.

Die norwegische Sängerin Tora Augestad rezitiert Shakespeares Sonette, singt Schubert-Lieder und improvisiert im Wechselspiel mit der Lautten Compagney Berlin. „Es wird anders als ein normales Konzert sein“, sagt Thomas Toebe, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Osterode. Man müsse sich auf etwas Rustikales und ein musikalisches Abenteuer einlassen. „Die imposante Leibniz-Trommel sollte schon immer entweder technisch oder kulturell dargestellt werden“, so Sander, „mit dem Konzert können wir jetzt beides verwirklichen.“

„Musik wird davon geprägt, in welchem Raum sie erklingt“, lautet die Erklärung des Mottos. Dabei muss der Raum nicht zwangsläufig geschlossen sein, wie ein Projekt am Ort der Varusschlacht zeigt. Mit der Inszenierung einer Landschaftsmusik zeigen 200 Amateurmusiker, welche Klänge der weitläufigen Landschaft im Park Kalkriese zu entlocken sind.

In Südniedersachsen stehen weitere Konzerte in Duderstadt, Nörten-Hardenberg, Einbeck und Alfeld auf dem Musiktage-Programm. Das Ensemble Barokksolistene tritt am Freitag, 8. September, im Fagus-Werk in Alfeld und am Sonnabend, 9. September, im Atrium auf dem gräflichen Landsitz Nörten-Hardenberg auf. „An Alehouse Session“ haben sie den Abend genannt, der an beiden Tagen um 20 Uhr beginnt. Die Geigerin Carolin Widmann gastiert mit der NDR Radiophilharmonie am Mittwoch, 20. September, um 19 Uhr im PS.Speicher in Einbeck, und das La Folia Barockorchester sowie das Ensemble Polyharmonique gastieren am Freitag, 29. September, um 19.30 Uhr in der Kirche St. Cyriakus in Duderstadt.

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