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Von Menschen, Schafen und Schicksalen

Themenvielfalt Von Menschen, Schafen und Schicksalen

Eines verbindet die Veranstaltungen der Kinder- und Jugendbuchwoche: Die Lesungen und Gespräche sollen die Kinder dazu bringen, sich der Bilder bewusst zu werden, die sie sich von fremden oder fernen Gegenständen gemacht haben, und dazu ermutigen, sie zu hinterfragen.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Einen Akzent hat Organisatorin Zweckstetter dabei auf das Thema Migration gelegt. So wird es eine deutsch-türkische  Lesung mit der Autorin Aygen-Sibel Çelik geben. Ihre Bücher kreisen um Fragen der Identität von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, und machen deutlich, dass die Grenze zwischen Orient und Okzident fließend ist.

Herbert Günther denkt  sich Geschichten aus, die zwar erfunden aber trotzdem echt sind. Ihn interessieren vor allem Kinderschicksale, die sich in Regionen der Welt zutragen, in denen es den Menschen nicht so gut geht, wie hierzulande.

Das bedeutet aber nicht, dass es in Deutschland keine Probleme gibt. Daniel Höra spürt  in seinem jüngsten Roman „Braune Erde“ der Frage nach, wie schnell sich nationalistisches Gedankengut verbreiten kann, wenn Jugendliche in strukturschwachen Regionen keine Perspektiven haben.

Auch Annette Langen beleuchtet in ihrem Buch „Mathilda, Mathilda!“ das Landleben, allerdings mit völlig anderen Dingen im Kopf: Bei ihr geht es um Freundschaft und die erste große Liebe.

Die Schriftstellerin Nadia Malverti setzt auf tierische Protagonisten, bleibt aber, wie Çelik,  beim Thema Anderssein. Das schwarze Schaf Olinka hat es in ihrem Bilderbuch „Ein Schaf im Glück“ erst nicht leicht, akzeptiert zu weden.

Julia Neuhaus ist Illustratorin und arbeitet also mit einem anderen Medium. Ihre Arbeiten zum Buch „Morgens früh um sechs“ von Jens Sparschuh wurden für den Deutschen Designpreis nominiert.

Carolin Philipps drückt sich dagegen mit Worten aus und behandelt einfühlsam Themen von Diskriminierung und Missbrauch. Renate Schoof erzählt in ihrem Buch „Wiedersehen in Berlin“ von der Beziehung zwischen zwei jungen Menschen, die unterschiedliche soziale Hintergründe haben. Ist das ein zu großes Hindernis, wenn sich beide näherkommen? Die geladenen Autoren stellen also viele Fragen – in ihrer Gesamtheit bilden sie damit ein umfassendes Mosaik der Gedankenwelt der jüngeren Lesegenerationen.

tw/jro

Annette Langen

Annette Langen

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Aygen-Sibel Çelik

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Nadia Malverti

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Julia Neuhaus

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Carolin Philipps

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Herbert Günther

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Daniel Höra

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Renate Schoof

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