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Regional Von aufregenden Beats bis zu zierlichen Grooves
Nachrichten Kultur Regional Von aufregenden Beats bis zu zierlichen Grooves
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20:58 06.11.2009
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Auf dem Programm standen nahezu ausschließlich eigene Stücke von Busse. Sein musikalischer Stil reicht dabei von „a“ wie aufregenden Funk-Beats bis zu „z“ wie die zierlichen, minimalistischen Grooves der ruhigen Stücke.

Busse versucht in seinen Kompositionen, die Musik auf ihre wesentlichen Elemente zu reduzieren, um dadurch den ausdrucksstarken Charakter der melodischen Elemente besonders hervorzuheben. Der Aufbau der Stücke war für den Zuhörer dabei stets gut nachvollziehbar.

Nachdem auf dem Klavier das harmonische, meist sehr ähnliche Grundschema vorgestellt wurde, legt Drummer Thomas Hempel einen stringenten Downbeat darunter, und E-Bassist Sebastian Hoffmann wirft ab und an eine ausgesprochen gewitzte Solopassage ein. Seine Improvisationen zeichnen sich vor allem durch die Schnelligkeit aus, mit der er durch die Lagen braust, ohne an Genauigkeit einzubüßen.

Rückgriff aufs Ausgangsthema

Wird nicht improvisiert, greifen die Musiker auf das Ausgangsthema zurück und verlieren sich jedoch zeitweilig in langen und zu gleichförmigen Passagen. Es entsteht ein Höreindruck von gechilltem, ruhigem Lounge-Jazz. Im nächsten Moment setzt dann aber Bongospieler Nené Vásquez mit rhythmisch innovativen Soloeinwürfen aufgeweckte musikalische Glanzlichter. Nun nimmt der Klang eine rauere, an Funk erinnernde Farbe an, die vor allem die lateinamerikanischen Bongo-Rhythmen aufpeppt. Somit heißt es auch für das Publikum, vom Ausruh- auf Hinhör-Modus umzustellen. Kein Problem für die Jazz-Fans, die die Musiker mit ausgelassenem Zwischenapplaus und Zugaberufen bedachten.

Von Rhea Maria Richter

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