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Regional Vorentscheid beim Local Heroes-Contest in der Göttinger Musa
Nachrichten Kultur Regional Vorentscheid beim Local Heroes-Contest in der Göttinger Musa
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00:18 08.05.2013
Authentische, tanzbare Musik: die Gewinnerband „Kippers and Curtains“. Quelle: Heller
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Göttingen

Das Gründungsmitglied der Göttinger Band „Guano Apes“ hat schon mit lokalen Gruppen wie „Alpha Academy“ zusammengearbeitet und war nun bei dem diesjährigen Bandwettbewerb Local Heros Pate beim Göttinger Vorentscheid in der Musa. Vier regionale Musikgruppen stellten sich dem Urteil der Jury und des Publikums. Ehrlichkeit und Spaß sollten an diesem Abend siegen.

Viele Göttinger scheinen sich nicht mehr für lokale Bands und gut gemachte Musik zu interessieren. Der große Saal der Musa wirkt mit den maximal 100 Besuchern an diesem Abend leer. Schade, denn die Anwesenden werden gut unterhalten. Den Anfang macht die Band „Infinity Mind“ – Harter Alternative-Rock mit  Shoutingparts.

Die Akkordabfolgen sind gut, das Zusammenspiel in Ordnung. Neben den geshouteten Teilen zeigt Sänger Philipp Groer, dass er singen und auf der Bühne Spaß haben kann. Obwohl er sich ein paar Tage zuvor beim Fußball verletzte, bewegt er sich zu der Musik.

Einspieler von ehemaligen Gewinnern

Bewegen können sich auch die Jungs von „Sidata“. Sie beginnen mit einem Einspieler der flüssig in ihr erstes Stück leitet. Alternative-Rock mit funkigen Elementen. Nach ein paar Liedern wendet sich der Sänger David Pniwczak an das Publikum: „Ich weiß zwar nicht wie wir klingen, aber ihr klingt richtig gut.“

Sidata erhält mehr Beifall als ihre Vorgänger. Mehr Groove, mehr Zusammenspiel, Mehrstimmig. Die Songs sind ansprechender. Geslappter Bass, eingängiges Schlagzeugspiel, Gitarre mit Effekten und schöner Gesang sind überzeugend.

Gute Musik wird auch zwischen den auftretenden Bands geboten. Einspieler von ehemaligen Gewinnern des Göttinger Local Heroes-Contests laufen. „Merry-go-round“, „Tora Bora Allstars“, „What the Funk“ und „Black & Schwarz“.

Göttinger Vorentscheid in der Musa. Vier regionale Musikgruppen stellten sich dem Urteil der Jury und des Publikums.

Auch wenn Göttingens Musikszene groß ist, erscheint sie im nächsten Augenblick doch wieder etwas kleiner. „Magnus“ treten während des Einspielers von „Black & Schwarz“ auf die Bühne. Zufälle gibt’s: Die drei Musiker sind schwarz gekleidet und zwei sogar alte Bekannte des Wettbewerbs.

Leon Hast und Nicholas Dahms zählten 2010 mit „Black & Schwarz“ zu den glücklichen Gewinnern. „Magnus“ fallen durch die Instrumentierung auf. Ein Cello ist dabei. Die Arrangements sind gelungen und die Harmonien einfach gestrickt. Die Musiker spielen gut. Sie klingen irgendwie nach Melancholie – Wie Damien Rice, der sich die Lederjacke überstreift und ein ganz klein wenig rockiger wirkt.

Lebendige und tanzbare Musik

Die letzte Band des Abends will laut Moderatorin Dana Rotter „nur Spaß haben und authentische Musik machen“. „Kippers and Curtains“ zeigen auch sofort wie: Lebendige und tanzbare Musik. Nicht nur auf der Bühne ist etwas los, sondern auch davor. Die langhaarige Spaßfraktion hat die meisten Fans an diesem Abend mitgebracht.

Aber nicht nur die tanzen, sondern auch der Rest des Publikums fängt an sich zu bewegen. Der Funke springt über. Zwischenzeitlich erinnert die Gruppe an „The Wombats“, bloß aufgedrehter. Wenn man so will spielen „Kippers and Curtains“ Indie-Punk. Es sitzt zwar nicht jeder Ton, aber das ist vollkommen egal. Einfach, ehrlich, authentisch – das war das passende Rezept für den wohlverdienten Sieg.

„Infinity Mind“ belegen Platz vier, „Magnus“ Platz drei und „Sidata“ dürfen den zweiten Platz feiern. Göttingens Musikszene zeigt mal wieder, welche Vielfalt sie zu bieten hat.

Von Friedrich Schmidt

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