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Regional Irrwitzige Wortgefechte
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16:26 04.04.2017
Auch bei der Pressekonferenz vorab war das Kommunistische Beuteltier auf der Bühne Quelle: Wenzel
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Göttingen

Erst will sich das Känguru nur Eier, Salz, Milch, Mehl, Schüssel und Schneebesen, eine Pfanne und Öl zum Eierkuchenbacken von Marc-Uwe Kling leihen, doch da auch noch der Herd fehlt, zieht es gleich ganz ein. Denn „Mein, dein, das sind doch bürgerliche Kategorien“ - so eine der zufällig eigennützigen Prinzipien des radikalpolitischen Beuteltiers.

Bekannt wurde die ungewöhnliche Wohngemeinschaft zunächst durch Klings Poetry-Slam-Auftritte. Eine Radioshow, drei erfolgreiche Bücher und Hörbücher später ist das Junge Theater Göttingen eines der ersten, das die „abenteuerlichsten Begebenheiten und irrwitzigsten Wortgefechte“ auf die Bühne bringt.

Das Stück spielt nicht einfach beliebige Szenen aus den Büchern nach. Um Best-Of-Inszenierungen zu vermeiden, hat Kling eine verbindliche Theaterfassung geschrieben. Und das Känguru wäre nicht das Känguru, wenn es sich für Kleinkunst-Aufführungen instrumentalisieren ließe, ohne bei der Regie ein lautes Wörtchen mitzukrakelen. So wird Theater vom Medium zum Gegenstand der Aufführung. Die Inszenierung von Nico Dietrich greift dies auf und bringt Abläufe auf die Bühne, die normalerweise für das Publikum unsichtbar bleiben.

Im antifaschistischen und verteilungskritischen Kern der irrwitzigen Wortgefechte sieht Intendant Dietrich die Ursache für den Erfolg des Stücks: „Das gab’s wirklich noch nicht, dass das Junge Theater 15 Vorstellungen geplant hat und alle ausverkauft sind“. kam

Karten für drei Zusatz-Vorstellungen sind seit Mittwoch an der Theaterkasse unter Telefon 0551 495015 oder im Internet unter junges-theater.de erhältlich.

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