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Regional Soundtrack dieser Zeit
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00:20 11.02.2018
Musiker mit Leidenschaft und tollen Songs: Willer. Quelle: Jörg Linnhoff
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Göttingen

Thorsten Willer ist schon seit früher Kindheit Musiker und hat in diversen Bands gespielt. Sein erstes Solo-Album nahm er 2008 auf, tourte durch die USA, Kanada und ganz Deutschland und wechselte 2014 mit seinen Texten vom Englischen ins Deutsche. Im Apex stellte er sein aktuelles Album „Zeitlos“ vor.

Willer, wie er sich kurz nennt, hat 2017 zwei Alben herausgebracht. Neben seinem zweiten deutschsprachigen Soloalbum „Zeitlos“ hat er unter dem Titel „Solo Acoustic“ und mit teils englischsprachigen Songs noch eine EP veröffentlicht, die seinem Auftritt im Apex sehr nahe kam.

Musik ist seit seiner Kindheit seine Leidenschaft. Mit sechs Jahren hat der heute 36-Jährige mit dem Gitarrenunterricht begonnen. 2008 machte er sich auf in die USA und Kanada, um dort in Clubs aufzutreten und Erfahrungen als selbstständiger Künstler zu sammeln. Inzwischen hat der aus dem Bergischen Land stammende Sänger und Gitarrist schon im Vorprogramm bekannter Größen wie Ray Wilson, Wingenfelder, Richie Sambora, Laith Al-Deen oder Revolverheld gespielt.

„Du öffnest die Tür, es beginnt eine Reise ...“, so beginnt „Trockener Sand“ auf dem neuen Album „Zeitlos“. Willer nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch aktuelle und alltägliche Themen, locker, souverän und humorvoll moderiert. Man merkt ihm seine langjährige Bühnenerfahrung an. Er ist zum ersten Mal in Göttingen, lobt die tolle Location und freut sich über die „gefühlt“ 200 Besucher, die gleich beim zweiten Song „Der Moment“ ein „O“ zum Mitsingen bekommen.

„Weit weg“ ist ein Lied über Menschen, die meist unfreiwillig auf der Straße leben. Aber sie leben in der gleichen Welt wie wir, fügt Willer hinzu, und das sollte man nicht vergessen. In dem Song „Nur einmal“ bringt er den Wunsch sicher vieler Menschen zum Ausdruck, einmal keine schlimmen Nachrichten von Anschlägen, Hass und Gewalt zu bekommen, zu erleben, dass einfach einmal nichts passiert. Im dazu gedrehten Video halten Künstler wie Konstantin Wecker oder Laith Al-Deen kurz ein Schild mit der Aufschrift des Song-Titels hoch.

Seine Songs entstehen nach eigener Aussage unter anderem unterwegs in Hotelzimmern, wie das Liebeslied „Bedingungslos“ oder auf dem Bahnsteig, wie „Ein Tag“, in dem er anregt, einfach mal nur das zu tun, wozu mal Lust hat und nicht auf andere zu hören. Mit „Der Soundtrack deiner Zeit“ geht Willer auf die Suche nach Liedern, Orten und Erlebnissen, die einen im Leben begleitet haben.

Die Art seiner Songs und auch wie er seine leicht raue kräftige Stimme einsetzt erinnert stark an Wolf Maahn. Für seine Solo-Konzerte hat Willer die auf dem Album mit kompletter Band eingespielten Songs auf ihren Ursprung reduziert und begleitet sich nur auf seiner akustischen Gitarre.

Vor seinen beiden deutschsprachigen Alben war er jahrelang auf Englisch unterwegs. „Set me free“ ist ein Song, den er „immer noch gerne mitnimmt“. Und mit Leonard Cohens „Hallelujah“ hat er auch eine beachtliche Coverversion im Programm, die der von der Intensität und Interpretationstiefe sicher bis heute unerreichten Fassung von Jeff Buckley sehr nahe kommt. Mit „Nothing Else Matters“, einem weiteren sehr intensiv gespielten Cover von Metallica, trifft er in den Zugaben noch einmal den Nerv der Besucher, die von sich aus den Refrain beisteuern.

Willers erstes deutschsprachiges Soloalbum trägt den Titel „Wovon sollen Lieder reden?“. Seine Lieder haben sehr viel zu erzählen und dies wurde vom Publikum mit lang anhaltendem Beifall bedacht. Toller Typ, tolle Songs.

Von Jörg Linnhoff

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