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„Woyzeck“ im Jungen Theater

Premiere „Woyzeck“ im Jungen Theater

Georg Büchner hat sein Sozialdrama „Woyzeck“ niemals fertigstellt. Bei Büchners Tod, 1837, blieb es als Fragment zurück. Uraufgeführt wurde es erst ein dreiviertel Jahrhundert später in München. Im Jungen Theater in Göttingen feiert das Stück am Donnerstag, 31. März, Premiere. Die Nachwuchschoreographin Linda Lindheimer hat dafür mit dem JT-Ensemble eine Form gefunden, die sich zwischen Tanz und Theater bewegt.

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Rastlos: Woyzeck sucht Halt in einer schnelllebigen Welt.

Quelle: Eulig

Johann Christian Woyzeck, rastloser Wanderarbeiter und Soldat, erstach 1821 in Leipzig aus Eifersucht seine Geliebte. Auch in der Inszenierung von Regisseur Alexander Krebs ist Woyzeck ein Getriebener. Er steht damit für den modernen Menschen, gehetzt und endlosen Reizen ausgesetzt. Arbeit und nichts als Arbeit bestimmt sein Leben, so dass sich Woyzeck von sich und seiner Familie entfremdet. Schließlich wird der Druck zu groß, die Forderung nach immer mehr Flexibilität zerreißt das Arbeitstier Woyzeck. Er verliert jeden Halt und tötet seine Liebe aus Verzweiflung.

Sechs Wochen haben die JT-Schauspieler trainiert und gemeinsam mit Choreographin Lindheimer und Regisseur Krebs eine starke Bewegungssprache entwickelt. Für die Dramaturgie zeichnet Rachel Clarke verantwortlich.

Die Premiere im JT, Hospitalstraße 6, beginnt um 20 Uhr. Kartentelefon: 05 51 / 49 50 15.

Von Björn Dinges

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