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Regional Wuchtiger Stahl, geschnitten und geschweißt
Nachrichten Kultur Regional Wuchtiger Stahl, geschnitten und geschweißt
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18:56 03.08.2010
Von Peter Krüger-Lenz
Rostiger Stahl im grünen Park: Skulptur von Kordula Klose. Quelle: Heller

Die Plastiken von Kordula Klose stehen jetzt dort, sie verkörpern das genaue Gegenteil ihrer Umgebung – oder bilden den perfekten Kontrast.
Klose, die in Kassel studierte, entstammt einer konstruktivistischen Bildhauertradition. Sie verarbeitet acht Millimeter starke Stahlplatten, sägt Formen aus ihnen heraus, die sie mit der Ursprungsplatte verschweißt. „Kein Abfall“ sei ihr Credo, berichtete Klose während der Eröffnung der Ausstellung. So entstehen Ende der 1970er Jahre für die Wucht des Materials eher filigrane geometrische Konstruktionen mit Durchblicken und einem Spiel von Flächen im Gegensatz zu Streben.

Später wendet sich die im Caldener Ortsteil Fürstenberg lebende Künstlerin geometrischen Körpern zu, die sie mal ineinander verschachtelt, dann wieder von Platten durchschneiden lässt. Hier geht es um klassische Bildhauerthemen wie Formfindung und das Umschließen von Raum.
Von Hand sägt die 1951 geborene Bildhauerin den massiven Stahl, und sie zieht auch die Schweißnähte, eine kraftraubende körperliche Schwerarbeit. Später dann glättet sie die zusammengefügten Kanten, bisweilen lässt sie die fertigen Werke auch Sandstrahlen.Doch alle Eingriffe bleiben sichtbar, „ich türke nichts“ erklärt Klose.

Wenn sie schließlich Wind und Wetter ausgesetzt sind, werden die Plastiken von rostfarbener Patina überzogen. In der Natur kommt dies ebenso wenig vor wie der rechte Winkel, der in vielen Klose-Arbeiten von zentraler Bedeutung ist. Weiter entfernt von Natur als diese Plastiken ist Kunst nicht vorstellbar. Vielleicht passt sie gerade deswegen so perfekt in diese Parkumgebung.

Die Ausstellung läuft bis Sonntag, 12. September, im Landhaus Dorotheenhof, Deide­röder Straße 2 in Mollenfelde.

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