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Zwölf internationale Künstler in Hann. Münden

Ausstellung Zwölf internationale Künstler in Hann. Münden

Mit einer Auftaktveranstaltung sind die Organisatoren des Programms „Stadt – Sommer – Ateliers“ gestartet. Sie haben jetzt die ersten sechs Künstler vorgestellt, die in den Sommermonaten in denkmalgeschützen Gebäuden der Stadt arbeiten werden.

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Überbleibsel in der ehemaligen Schnapsfabrik: Drei Künstler werden in der alten Destille arbeiten.

Quelle: Pförtner

In der Rotunde am Ende der Langen Straße in Hann. Münden wirkt es sehr aufgeräumt. Der Hauptraum in dem gedrungenen Turm ist saniert. Hier wird Dean Hills für fünf Monate seinen Arbeitsraum einrichten und Kuscheltiere großformatig malen.

Die Räume in der ehemaligen Destille sehen nicht ganz so ordentlich aus. Mächtige Behälter stehen in einer Ecke, „Kornsprit“ steht auf einem, auf einem anderen „Jamaica-Rum, Verschnitt“, Hinterlassenschaften der Schnapsbrennerei, die hier ihren Sitz hatte. Mit Blick auf dieses Stillleben hat der Kalifornier Steven Maddy sein Atelier eingerichtet: ein Tisch, darauf kleine Kunststoffplatten, eine Walze mit Farbe, ein Arsenal aus Schnitzwerkzeugen. Maddy druckt hier mit einfachen Mitteln kleinformatige Blätter, meist konventionelle Stillleben oder Stadtansichten. 

Einige Etagen darüber sind gerade die Franzosen Ronan Guyomarch und Gauthier Tauveron angekommen. Den hölzernen Fußboden haben sie gefegt, jetzt geht es an die Gestaltung. Sie gehören zu zwölf Künstlern, darunter nur zwei aus Deutschland, die nach Hann. Münden kommen, um über die Sommermonate dort in denkmalgeschützen Gebäuden zu arbeiten.

Organisiert haben diese Aktion Bernd Demandt und Uta von Schenck. Demandt unterstreicht, dass sie vor allem nach ungebundenen Künstlern gesucht haben, die frei von Verpflichtungen in Hann. Münden arbeiten können und für Gespräche mit Besuchern bereit stehen. Täglich von 11 bis 19 Uhr sind alle Ateliers, die im Laufe der kommenden Wochen bezogen werden, geöffnet. Dann kann die entstehende Kunst betrachtet werden, aber auch die meist leerstehenden Gebäude. Denn das ist einer der Hintergründe der Aktion: Demandt und Schenck wollen auf den drohenden Verfall von Teilen der Hann. Mündener Innenstadt aufmerksam machen.

Von Peter Krüger-Lenz

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