Geronnene Flussläufe im Torf, verwischte Spuren, festgehaltene und freigelegte Dichte: Mit „arboreta cogitata et depinta“ – auf Deutsch etwa „Erdachte und gemalte Baumpflanzungen“ – ist im Künstlerhaus die Ausstellung von Gregory Seán Sheehan eröffnet worden. Der in Göttingen lebende, aus Irland stammende Künstler zeigt groß- und kleinformatige Bilder, oftmals Serielles von großer Prozessualität und Unebenmäßigkeit.
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Blubberwasser“, welches „Furzorgien“ provoziert, und so große „Kotzgurken“, dass ein ganzes Kind reinpasst, tragen in Roald Dahls Kinderbuch „Sophiechen und der Riese“ zur wundersamen Atmosphäre bei. „An Fantasie und verrückten Ideen mangelt es dem Stück nicht“, sagt Regisseur Gero Vierhuff, der eine Bühnenfassung des Buches am Deutschen Theater inszeniert.
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Kennen Sie Meder? Nein? Dann geht es Ihnen wie den meisten Zeitgenossen: Der Komponist Johann Valentin Meder, eine Generation älter als Bach, Kantor in Reval, Danzig, Königsberg und Riga, ist heute weitgehend vergessen. Seine 1701 entstandene Matthäuspassion stand im Mittelpunkt des Passionskonzerts der Göttinger Albani-Kantorei. Es ist ein ausgesprochen schlichtes Werk, ganz dem Wort verpflichtet. Instrumentaleinlagen (Sinfonien) und Arien sind ungewöhnlich kurz, fast ohne jeden Zierrat, der Chor repräsentiert vor allem die Stimme des Volkes in der biblischen Passionsgeschichte und sorgt mit Eingangs- und Schlusschor für den musikalischen Rahmen.
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Fin alias Peter Hochberger kennt den Nörgelbuff wie seine Westentasche. Kein Wunder, denn er ist musikalisch gesehen in dem Göttinger Live-Club groß geworden.
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Die einen lieben ihn, die anderen mögen ihn nicht. Helge Schneider hat nicht als erster Albernheit zum Stilmittel erhoben, aber Texte wie „Katzeklo, Katzeklo, ja das macht die Katze froh“, vorgetragen von einer selbsternannten singenden Herrentorte, gehen dem ein oder anderen zu weit. Seine Fans verehren ihn abgöttisch und erlebten am Sonnabend in der seit langem ausverkauften Göttinger Stadthalle einen genialischen Musikclown in Höchstform.
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Ein satt romantisches Programm lockt offenbar besonders viele Zuhörer. So war am Freitag die Göttinger Stadthalle ausgesprochen dicht besetzt, als dort das Göttinger Symphonie Orchester (GSO) mit Musik von Berlioz, Chopin und Rachmaninow aufwartete. Ein besondere Anziehungspunkt dürfte aber auch der Solist des Abends gewesen sein: Der Pianist Alexander Schimpf, Jahrgang 1981, stammt aus Göttingen.
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Bildungsgut heißt (unter anderem) all die Literatur, aus der sich Bildungsbeflissene mit Zitaten versorgen, damit man sie als gebildet einstufen kann. Doch in den wenigsten Fällen wurde diese Literatur geschaffen, um solchen Zwecken zu dienen. In ihr kann sich beispielsweise die Verzweiflung über bestehende Verhältnisse artikulieren, der brennende Wunsch, dem Leser oder dem Theaterbesucher die Augen zu öffnen. Einen solchen Brand versucht die Regisseurin Alice Buddeberg mit ihrer Inszenierung von Schillers „Kabale und Liebe“ am Deutschen Theater in Göttingen zu entfachen.
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„Jethro Tull“ ist eine der bedeutendsten englischen Progressiv-Rock-Bands. Gründungsmitglied Ian Anderson etablierte die Querflöte im Rock. Am 9. April gastiert die 1967 gegründete Band in der Göttinger Stadthalle. Tageblatt-Mitarbeiter Udo Hinz sprach mit Anderson über Johann Joachim Quantz, John Wayne und Experimente beim Kochen.
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Seit 1991 ist Nicholas McGegan künstlerischer Leiter der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen. Im kommenden Jahr wird er diese Position verlassen (Tageblatt berichtete). Michael Schäfer hat mit dem Musiker über seine Erfahrungen in Göttingen und über die Perspektiven der Festspiele für die Zukunft gesprochen.
Musik vermag eine Menge. Manchen rettet sie vor dem Tod. Davon konnte der Komponist Szymon Laks nicht nur Lieder singen, er hat ein Buch darüber geschrieben: Musik in Auschwitz. Wenn auch der Cellist Stephan Heber in der gut besuchten reformierten Gemeinde an die Zuhörer appelliert, man solle heute die Musik und nicht die Geschichte in den Mittelpunkt stellen, so ganz gelingt dies angesichts der „Verfemten Musik – Hommage à Szymon Laks“ mit dem Amsterdamer Leo Smit Ensemble nicht.
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Zum zweiten Mal fand im Göttinger Kaufpark das „Tanz den Schlager“-Event statt. Am Mittwoch, 3. März, verbreiteten die „Wilden Herzen“, Frank Lars, Petra Frey und das neue weibliche Schlagerduo „Rosenrot“, bestehend aus der brünetten Tanja und der blonden Alex, gute Laune.
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Das Göttinger Institut Wissen und Medien gGmbH (IWF) beherbergt eine der weltweit größten Sammlungen an wissenschaftlichen Filmen. Zu den besonderen Schätzen der Einrichtung gehören unter anderem zahlreiche Filme der weltberühmten Verhaltensforscher Konrad Lorenz und Irenäus Eibl-Eibesfeldt sowie Aufnahmen mit den Nobelpreisträgern Otto Hahn und Werner Heisenberg. Die Zukunft dieser Kostbarkeiten ist allerdings ungewiss: Ende 2007 ist die Bund-Länder-Förderung ausgelaufen, seitdem befindet sich das Institut in der Abwicklung.
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