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Hochschulen informieren etwa 6000 Schüler

Auf jeden Fall studieren, aber was?

Mit einem Joystick steuert Freya Schmidt einen Knickarmroboter. Pneumatisch durch Luft behutsam angesogen schwenkt ein Schokokuss nach links und plumpst auf Knopfdruck in die Hand von Mitschüler Benedikt Wagner.

Was studieren? Susanne Schlagbauer informiert Yannic Lampe aus Kassel im ZHG.

© Hinzmann
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Die Schüler der 12. Klasse des Fachgymnasiums Gestaltung und Medientechnik der Göttinger BBS II sind in einem Labor der HAWK-Fakultät Naturwissenschaften und Technik. Sie gehört zum Programm der Studieninformationstage der Fachhochschule.

In der Fakultät auf den Zietenterrassen sind an drei Tagen bis zum heutigen Mittwoch 600 Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und berufsbildenden Schulen aus Südniedersachsen, Nordhessen und Westthüringen zu Gast. Dabei geht es um das Studium der Ingenieurswissenschaften, das anwendungsbezogen und praxisnah ausgerichtet ist: „Psychoakustik und Sounddesign“ in der Autoindustrie, „Bewegung wie von Geisterhand – Motoren aus Kristall“, „Vom Rohglas zur Linse“ oder „Kreative Videotechnik“.

Dekan Prof. Manfred Bußmann und weitere Professoren der Fakultät N begrüßten die jungen Leute gruppenweise und berichten über die Bachelor- und Master-Studiengänge Präzisionsmaschinenbau, Elektrotechnik/Informationstechnik sowie Physikalische Technologien, Optical Engineering und Photonics. Absolventen der Fakultät erzählen zudem aus ihrem Berufsalltag. Erfreuliches kann Dekan Bußmann über die Berufsperspektiven versichern: „Nahezu jede Bewerbung unserer Absolventinnen und Absolventen auf einen Arbeitsplatz ist von Erfolg gekrönt“.

Im Zentralen Hörsaalgebäude der Universität Göttingen waren nahezu 5600 Schülerinnen und Schüler am Montag und Dienstag zu Gast, um sich über die Studienangebote der 13 Fakultäten zu informieren. Im Rahmen des zweitägigen Veranstaltungsprogramms präsentieren Lehrende, Mitarbeiter und Studierende Studienfächer und Studiengänge und erläutern Studienbedingungen und Berufschancen. Außerdem geht es um Themen wie Bewerbung, Studienabschlüsse, Studienfinanzierung und Auslandsaufenthalte. Besonders gefragt sind dieses Jahr neben den „Klassikern“ Medizin oder BWL auch Informationen zum Beispiel über American Studies, Geschlechterforschung oder Musikwissenschaften. Die Informationstage richten sich an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, an Zivil- oder Wehrdienstleistende, an Lehrkräfte und Elternvertreter sowie an alle, die an einem Studium an der Georgia Augusta interessiert sind.

Ein Studium will Anna-Madeline Krause auf jeden Fall beginnen. Sie war sich aber nicht sicher, ob die Georg-August-Universität für sie das Richtige ist. „Mir wurde die Angst genommen und die Profs sind super“, urteilte sie gestern nach dem Besuch einiger Informationsveranstaltungen.

Julia Sommer aus Duderstadt lobt die gute Orientierung, die sie durch die Studieninformationstage erhalten hat. Sie interessiert sich für das Studium der Geschichte und fühlt sich in ihrer Wahl bestätigt. Das Fach Betriebswirtschaftslehre hat sie für sich abgehakt: „Zu viele Leute“, meint die Gymnasiastin. Aber auch um sich so ein Urteil bilden zu können, seien die Studieninformationstage eine gute Vorbereitung auf die Wahl eines Studienfachs.

eb/jes/ch


  • Die Kids sind zu clever! Helga B. – 03.03.10
    Sehr gut! Die Kids sollten vielmehr interessante Studiengänge beginnen. Geschlechterforschung, Geschichte oder American Studies sind da solide Entscheidungen. Auch um der Industrie mal ans Bein zu pinkeln. Denn der sogenannte Mangel an Fachkräften zeigt ja zum einen, dass die Kids zu clever sind und nicht auf diese verlogenen PR-Aktionen (Knickarmroboter!) hereinfallen. Zum anderen finde ich es prinzipiell lobenswert, sich den utilitaristischen Verwertungsinteressen zu entziehen und nach Spaß und Freude zu suchen. Für viele offensichtlich wertvolle als positive Resonanzen auf jede ihre Bewerbungen. Und überhaupt, der Fortschritt läuft sowieso viel zu schnell! Schaltet mal einen Gang runter, debattiert und dekonstruiert, nicht die pneumatische Anheben einer Schokonuss, sondern die wirklich wichtigen Dinge. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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