Mag Edward Hopper: Bernhard Preis.
Schließlich übernahm er einen Job im Christophorushaus. Über das Malen mit den behinderten Menschen dort sei er zur Kunst gekommen, sagt der 59-Jährige, „seit 1994 lebe ich von der Malerei“. Und: „Ich habe schon viele Berufe gehabt, das ist der schönste.“
Zu Beginn entwarf der Autodidakt surrealistische Szenen und fand schon im ersten Jahr einen zahlungskräftigen Kunden. Der habe ihm zehn Bilder im Laufe dieser zwölf Monate abgekauft. Jetzt steht auf der Staffelei in seinem Wohnzimmeratelier in der Siedlungsstraße 26B in Adelebsen eine Leinwand, die eine typische New-York-Szene zeigt, ein gelbes Taxi vor den Stadthäusern der amerikanischen Metropole. Dieses Motiv habe er aus einem älteren Fotobuch, erklärt Preis, andere von Urlaubsfotografien. Nahezu fotorealistisch malt er und erklärt: „Ich mag doch Edward Hopper so gerne“, einen typisch amerikanischen Maler, der in seinen Bildern viel Großstadtatmosphäre entwickelt. Inzwischen finde er aber auch in der Region um Adelebsen seine Motive.
Er könne ganz gut von seiner Malerei leben, sagt Preis. „Es bleibt nichts über, aber es reicht.“ Was ihm allerdings noch mehr bedeute: „Ich kriege immer totales Lob für meine Bilder.“
Von pek
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