Sophiechen (Nina Sarita Müller) und Gurie (Karl Miller).
Die Geschichte handelt von den Urängsten der Kinder, die allerdings durch den Autor ins Positive gewendet werden. Sophiechen, ein kleines Mädchen, das im Waisenhaus lebt, kann nicht einschlafen und sieht eines Nachts vor ihrem Fenster einen Riesen mit einer Trompete stehen, der „Traumpuste-Trompete“.
Der „Gurie“, er ist ein guter Riese, nimmt sie kurzerhand in seinem großen Ohr als Vehikel mit ins Riesenland. Dort treiben böse, kinderfressende Riesen ihr Unwesen, die „Lecker-Schmecker-Kinder“ rufen. Der Gurie allerdings ist Vegetarier – das einzige Gemüse im Land der Riesen sind die „Kotzgurken“ – und nimmt sich gemeinsam mit Sophiechen vor, die Bösen zu verbannen.
Als „ein zivilisatorisch sehr fortgeschrittenes Wesen“ beschreibt ihn Dramaturgin Nicola Bongardt. Eine Herausforderung sei es gewesen, das Riesen-Stück auf die Bühne zu bringen. Keine Stelzen, keine Schuhe mit riesigen Sohlen, stattdessen habe man Hollywood absichtlich rechts überholt, indem die Tricks offengelegt werden, die zu den verzerrten Größenverhältnissen führen, erzählt Bühnenbildner Frank Lichtenberg. Mit Schatteneffekten und Puppen wird die scheinbare Beschränkung der Requisiten nutzbar. „Sophiechen und der Riese“ ist eine zeitlose Geschichte mit Spannung und schwarzen Humor, die Zuschauern von sieben Jahren an Freude bereiten soll.
Am Sonnabend, 13. März, um 16 Uhr ist Premiere im Studio des Deutschen Theaters. Karten an der DT-Theaterkasse, Telefon 05 51 / 49 69 11.
Von Sarah Lodder