Frontmann von „Monopilot“: Tobias Noelle.
Generös werden gleich zu Beginn Ohrstöpsel verteilt, so nötig ist es dann glücklicherweise aber doch nicht. Neben der als Hauptact des Abends angekündigten Bremer Band „Monopilot“ sind „Black Night Crash“– ebenfalls aus Bremen – und die Göttinger Combo „Armageddon Buzz Club“ angetreten.
Am Nachmittag haben die Bands rasch noch in der Göttinger City geflyert, genutzt hat das nicht viel. Nur ein Zuschauer meldet sich auf die Frage, wer denn durch den Flyer auf das Konzert aufmerksam geworden sei. Da half auch der freie Eintritt nicht; nur wenige waren gekommen. Aber wie ein Wohnzimmer ist auch die Blooming Bar schnell voll. Erst recht, wenn dann doch ausgelassen getanzt wird. Am Ende des dreistündigen Konzerts gab es kein Halten mehr.
Während das Publikum bei den experimentierfreudigen Musikern von „Armageddon Buzz Club“ noch eher verhalten ist, überträgt sich das energiegeladene Auftreten von „Monopilot“ – besonders des Frontmanns Tobias Noelle – schnell auf die Gekommenen. Sie spielen überwiegend deutschsprachige Indie-Rock-Songs ihres neuen Albums „Abflug Baby“.
Trotz ihres kurzen Aufenthalts in Göttingen haben „Black Night Crash“ schon eine Menge über Göttingen gelernt: „Dieter Bohlen hat hier studiert. Aber bestimmt nicht Musik, oder?“ Im Gegensatz zu Dieter Bohlen kann jedes Mitglied der Band singen. Das sieht man nicht oft – genau wie eine Frau am Schlagzeug. Pamela Neff macht ihren Job grandios. Die Songs der Band, die 2008 den Bandcontest „Live in Bremen“ gewann, erinnern teilweise an Bands wie „The Who“. Sie kopieren aber keineswegs, sondern kombinieren in ihren Songs unterschiedliche musikalische Einflüsse wild und gekonnt. Mit gleich zwei Gitarren (Carsten Bruening und Ralf Brummerloh) ist der ausgefeilte Gitarrensound der Siebziger nicht zu überhören.
„Black Night Crash“ sind die Stars des Abends. Wie es sich für richtige Rocker gehört, wird dann vor der letzten Zugabe mit dem Mikrofon lässig die Bierflasche geöffnet.
Von Marie Varela
Kommentare
blooming bar yakuza – 20.03.10
.. das war toll!... und die betreiberin des ladens war mindestens so klasse wie die bands.... und das soll schon was heissen;-) Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben
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