Kompromisslose Tanzbarkeit: Ska mit der Göttinger Formation „Two Strikes“.
Kein Wunder, denn den Veranstaltern ist es gelungen, an gleich zwei Abenden eine Mischung aus regionalen und internationalen Acts zusammenzustellen, die allesamt tonangebend in der Punk und Ska-Szene sind.
Am Freitag waren „Los Fastidios“ aus Italien, die kanadische Band „The Class War Kids“ , „Feine Sahne Fischfilet“ aus Rostock sowie die niedersächsische Formation „Estrepito Banditos“ zu Gast im JT und verbanden Ska- mit Streetpunk. Der nächste Abend stand neben „From The Depths“ aus den Staaten und den Göttinger „Two Strikes“ vor allem dank „Irie Révoltés“ ganz im Zeichen des Ska. Wobei der Versuch, die Musik der schon längst in ganz Europa bekannten Heidelberger Truppe in ein Genre zu quetschen, zwangsläufig scheitern muss. Wem es hilft: Sie selbst ließen ihre Musik als „Reggaehiphopskadancehallexplosion“ ankündigen.
Wie auch immer, was die Klänge der neun Jungs so besonders macht, ist ihre Freude am Austesten der Genregrenzen: Mal schafft die Betonung des Offbeat entspanntes Reggaefeeling, während im nächsten Song die Achtel der Gitarre zusammen mit messerscharfen Bläsereinsätzen an Oldschool-Ska à la Ska-P erinnern. Doch auch leise Töne und Rap findet man in der deutsch-französischsprachigen Musik der Gruppe.
Das Einzige, was alle Genres vereint, ist ihre kompromisslose Tanzbarkeit. Eine Gemeinsamkeit, die von den nimmermüden Gästen bis weit in die Nacht ausgenutzt wurde.
Von Jonas Rohde