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Göttinger Händel-Festspiele: Programm vorgestellt

Heiße Phase Göttinger Händel-Festspiele: Programm vorgestellt

Dass es für die 93. Internationalen Händel-Festspiele in die heiße Phase geht, beweist nicht zuletzt die Häufung an Presseterminen, die das Team in der jüngsten Zeit bestreiten musste. Am Dienstag stellte eine Delegation unter dem geschäftsführenden Intendanten Tobias Wolff das schillernde Programm in der Landesvertretung Niedersachsens in Berlin vor.

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Auf Präsentationstour: Tobias Wolff (links) und Laurence Cummings (rechts) mit Bernhard Reuter, Annette Schwandner, Wolfgang Meyer, Joachim Werren, Rainer Hald,  (von links).

Quelle: Hinzmann

Im Keller des Deutschen Theaters wurde dies im Rahmen eines Gesprächs mit Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Kultur für Göttingen nachgeholt.

Mit dabei war der Mann, auf den die globale Barockmusik-Szene schaut: Laurence Cummings, künstlerischer Leiter der Festspiele, war eigens aus London angereist, um das Konzept zu besprechen. Dabei legte er, wie man es von ihm gewohnt ist, viel Vorfreude auf die Zeit vom 9. bis 20. Mai an den Tag. Die Vorzüge Göttingens bräuchten sich vor seiner eigentlichen Wirkungsstätte London nicht zu verstecken: „Es ist hier in Göttingen wie in einer Familie. Das Festival wird zur Stadt, und die Stadt wird zum Festival“, so Cummings.

Annette Schwandner, Leiterin der Kulturabteilung im Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen, betonte die soziokulturelle Bedeutung der Festspiele. Sie sieht das Format imstande, insbesondere junge  Menschen und Migranten für Barockmusik zu begeistern. Dies ist mitnichten eine politische Floskel: Fest ins Programm integriert ist wieder das Public Viewing der diesjährigen Opernproduktion, „Siroe, Re die Persia“, in der Göttinger Lokhalle.

Besondere Stellung in Niedersachsen

Diese Form der Darbietung hat sich in den vergangenen Jahren bereits bewährt, ein weiteres Beispiel für unkonventionelle Musikvermittlung hat hingegen Premiere: Unter dem Titel „Oper macht Spaß“ wird  am 20. Mai erstmals eine moderierte Familienfassung der Oper in der Göttinger Stadthalle angeboten. Am Mikrophon ist dann Juri Tetzlaff, der als Fernsehgesicht beim Kinderkanal bekannt ist.

„Natürlich sprechen wir mit unserer Familienfassung auch die Eltern und Großeltern an, die neugierig auf unsere großartigen Künstler sind und ansonsten keine Opernvorstellung besuchen können – weil sie keine Kinderbetreuung haben oder vielleicht auch aus finanziellen Gründen“, so Wolff. Dementsprechend wird es neben einem Familienticket für viele Veranstaltungen auch Last-Minute-Karten für Studierende geben.

Staatssekretär Joachim Werren betonte wie Schwandner die besondere Stellung, die die Festspiele in Niedersachsen innehaben, was sich auch in der umfangreichen finanziellen Förderung zeigt, die das Land dem Format zugute kommen lässt. „Die Festspiele sollte Niedersachsen auch im Schaufenster haben“, so Werren. Dies zeigt, dass der Staatssekretär den Anteil des Landes am Etat von 1,5 Millionen gut investiert sieht.

Eine besondere Überraschung birgt übrigens das Oratorium „Joseph and his Brethren“, wie Cummings und Wolff mit sichtlicher Freude verrieten. Die Schlüsselrolle des Jungen Benjamin soll mit einem Göttinger besetzt werden. „Sofern der Stimmbruch nicht dazwischen kommt“, ergänzte Wolff mit abenteuerlustigem Lächeln. 

Von Jonas Rohde

Das Programm: haendel-festspiele.de. Ein Magazin mit Hintergrundinformationen und einer Programmübersicht liegt unter anderem in den Tageblatt-Geschäftsstelle, Jüdenstraße 13c in Göttingen und Auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt, aus.
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