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Händel-Festspiele: Trine Wilsberg Lund und Yosemeh Adjei

Meisterhaft interpretiert Händel-Festspiele: Trine Wilsberg Lund und Yosemeh Adjei

Er ist der gefeierte Titelheld der diesjährigen Händel-Operninszenierung im Deutschen Theater, sie eine gefragte Opern- und Oratoriensängerin und kurzfristig eingesprungen für die erkrankte Elizabeth Atherthon.

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Zwei Stars der Barock-Musik: Trine Wilsberg Lund  und Yosemeh Adjei.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Am Sonnabend haben sich in der St. Petrikirche Grone beide zusammengefunden: Der Countertenor Yosemeh Adjei und die Sopranistin Trine Wilsberg Lund begeisterten ihr Publikum mit einem Arienprogramm, das natürlich einen deutlichen Händel-Schwerpunkt aufwies.

Arien von Alessandro und Domenico Scarlatti standen zu Beginn im Mittelpunkt: Vater und Sohn bedienten sich in ihren mehr als 100 Opern einer recht ähnlichen Klangsprache. Mit dem hellen, überaus freundlich gestalteten Innenraum der Petrikirche eröffnete sich den Sängern ein eher intimer Rahmen, den sie zu einer differenzierten und nuancierten Darstellung nutzten.

Begleitet wurden sie am Cembalo von Hanneke van Proosdij, die kurze Instrumentalsätze beider Scarlattis zum ersten Programmteil beisteuerte.

Mit geschmeidiger Tongebung und ihren schönen Stimmen bestachen beide Sänger auch im zweiten, Georg Friedrich Händel gewidmeten Teil des Konzerts. Bei den Opern „Rinaldo“ und „Julius Cäsar“ bedienten sich die Künstler, brachten ein bewegendes „Piangero“ zu Gehör (Lund) und ein verinnerlichtes, mit Hingabe gesungenes „Lascia ch’io pianga“ (Adjei).

Begeistert applaudierten die Besucher

Virtuos und meisterhaft band Lund auch heikle Koloraturen in die Gesangslinie ein (in der Solokantate „Gloria in excelsis deo“). Adjei hingegen ließ seine edle, warm timbrierte Countertenorstimme in der Arie „Mio cor che mi sai dir“ in den schönsten Farben blühen.

Die Ouvertüre zur Oper „Rinaldo“ sowie die „Passacaille“ aus der Suite g-Moll HWV 432 waren es, mit denen van Proosdij auf dem Cembalo Händel huldigte.

Zuletzt ließen der Countertenor und die Sopranistin in den langen Haltetönen des Duetts „Pur ti miro“ aus Claudio Monteverdis „Krönung der Poppea“ ihre Stimmen ineinander schmelzen. Begeistert applaudierten die Besucher, die die Kirche zu gut drei Vierteln füllten.

Die Sänger bedankten sich mit der Bravourarie „Let the bright Seraphim“ als Zugabe, bei der Adjei seine Partnerin auf der Trompete begleitete.

Von Matthias Körber

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