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„Schmidt’s Katzen“ aus Hildesheim gastieren im Göttinger Nörgelbuff

Impro-Theater trifft auf Händel „Schmidt’s Katzen“ aus Hildesheim gastieren im Göttinger Nörgelbuff

Normalerweise tritt die Truppe „Schmidt’s Katzen“ zu viert auf und tanzt nach der Pfeife des Publikums. Am Freitag gastierten die Akteure zu dritt im Live-Club Nörgelbuff. Dort sangen, tanzten und galoppierten sie im Namen Händels.

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Drei fröhliche Katzen: Elisabeth Flämig, Hannah Lerch und Kirsten Schmidt (von links).

Quelle: Pförtner

Göttingen. Das Hildesheimer Improvisationstheater bot den knapp 60 Besuchern mit spontanem Schauspiel und einer Menge Musik einen erheiternden Abend.

„Schmidt’s Katzen“ haben kein vorgegebenes Programm, sie improvisieren. Doch zu den Händel-Festspielen machen sie eine Ausnahme. Der Abend dreht sich um Händel. Mit Büchern über den Barockmusiker stehen die Katzen bereit.

Sie blättern durch das Werk „Leben Händels“, bis das Publikum „Stopp“ ruft. Ein Satz oder ein Wort soll für den Einstieg in die folgende Szene dienen. Von „Royal Academy“ kommen sie über Hüte zum Thema Pferderennen. Dann preschen die Katzen als Jockeys über die Bühne und reagieren im Spiel sehr gut aufeinander.

Nach kurzer Warmlaufzeit bringen die Katzen verschiedenste Szenen und Charaktere auf die Bühne.

„Hast es an den Mändel, hol dir mal den Händel“

So spielen sie im Sinne Händels eine Oper mit dem Titel „Gottlob der Weltenraum“. Später soll das Publikum Händel-Fragen auf Zettel schreiben, die kurz darauf von der Expertin „Frau Bornkötter“ im sächsischen Dialekt beantwortet werden.

Sie klärt die Besucher über das Lieblingsfilmzitat Händels auf: „Hast es an den Mändel, hol dir mal den Händel“. Und tatsächlich: Händels Vater war Mediziner. Die Schauspielerinnen haben sich vorbereitet.

Zum Abschluss sollen sich Zuschauer Stücke aus einer Liste mit den Werken Händels aussuchen und ein Genre bestimmen. Dann rappt Biggy über die Namensgebung ihrer Eltern „Sonatina“, der Shanty-Chor schunkelt zu „Almira, der Krohnen erlangte Glückswechsel“, und am Ende singen die Katzen eine Schnulze über „Ah! crudel, nel pianto mio“.

Immer wieder klingt „Pizza Funghi“ und „Basilika“ durch. Ein gelungener Abend von „Schmidt’s Katzen“, deren Witze sitzen und deren mehrstimmiger Gesang, der durch einen Musiker an verschiedenen Instrumenten unterstützt wird, gut gemacht ist. Dem Publikum gefällt es, und die Katzen geben viele Zugaben.

Von Friedrich Schmidt

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