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Händel-Festspiele 2014 NDR-Chor und Festspielorchester Göttingen präsentieren Coronation Anthems von Händel
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00:35 12.06.2014
Perfekt auseinander abgestimmt: NDR-Chor und Festspiel-Orchester Göttingen unter der Leitung von Laurence Cummings. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Als Musik zur Krönung waren vier neue, besonders klangprächtige Anthems von Georg Friedrich Händel zu hören, der im Februar dieses Jahres englischer Staatsbürger geworden war.

Diese Anthems präsentierte der NDR-Chor zusammen mit dem Festspiel-Orchester Göttingen am Sonnabend in der prall gefüllten Stadthalle: ein Glanzpunkt der Festspiele, ein royaler Hochgenuss.

Dieser Chor ist derzeit in Höchstform. Mit gerade mal 31 Sängerinnen und Sängern kann er die Stadthalle mühelos klanglich füllen, sich selbstbewusst neben dem wunderbar schlank und transparent spielenden Festspiel-Orchester behaupten. Am anderen Ende der dynamischen Skala ist er aber auch zu schwebend-leichten Pianotönen fähig, zu lockeren, geschmeidigen Koloraturen ebenso wie zu unvermittelten Kraftentfaltungen, die gleichsam aus dem Stand ins Fortissimo führen. Dazu kommt die genau ausbalancierte klangliche Homogenität des Chores, in dem sich jeder dem gemeinsamen Stimmklang unterordnet.

Begeistere Zuhörer

Chorleiter Philipp Ahmann hatte seine Vokalisten so präzise auf diese Aufgabe vorbereitet, dass es nur kleinster Signale des Dirigenten Laurence Cummings bedurfte, um diesem Ensemble den dramaturgisch richtigen Weg zu weisen. So konnten diese vier Anthems von „Let thy hand be strengthened“ und „The King shall rejoice“ über das berückend zarte „My heart is inditing“ bis zu dem erhabenen „Zadok the Priest“ ihre suggestive Wirkung entfalten. Einfach hinreißend.

Ergänzt wurde das Programm durch drei konzertante Intermezzi. Die Barockoboistin Susanne Regel spielte das Es-Dur-Konzert von Carl Philipp Emanuel Bach mit zauberhaft leichtem Klang und bestechender Virtuosität. In der stilistisch schon dicht an Mozart liegenden Sinfonia concertante A-Dur von Johann Christian Bach traten zwei Stimmführerinnen des Orchesters solistisch hervor: die Geigerin Elizabeth Blumenstock und die Cellistin Phoebe Carrai.

Sie begeisterten die Zuhörer mit ihrer instrumentalen Meisterschaft und ihrem locker-galanten Musizierstil. Nicht minder virtuos, dazu mit hochpräziser Artikulation und viel Spielwitz präsentierte Jürgen Essl den Solopart in Händels Orgelkonzert d-Moll HWV 309. Die Ovationen am Ende wollten kaum ein Ende nehmen.

Von Michael Schäfer

NDR Kultur sendet eine Aufnahme des Konzerts am Sonntag, 13. Juli, um 11 Uhr.

 

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