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Concerto Romano in Laurentiuskirche

Händel-Festspiele Concerto Romano in Laurentiuskirche

Barocke Kirchenmusik der Römischen Schule bot Concerto Romano am Sonnabend 100 Zuhörern in Gieboldehausens festlich geschmückter Barockkirche Laurentius. Diese Musik lernte Georg Friedrich Händel (1685–1759) mit Anfang 20 während seiner vierjährigen Studienreise durch Italien kennen.

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Foto: Geprägt von Rom und der Römischen Schule: das Concerto Romano.

Quelle: r

Gieboldehausen. Charakteristische Kompositionen der Schule, die Anfang des 18. Jahrhunderts ihre letzte Blützezeit hatte, wählte Alessandro Quarta für sein 2006 in Rom gegründetes Orchester aus. Mit klaren, kraftvollen Stimmen füllten die neun Sänger den Raum. Das mitreißende Orchester war mit zwei Geigen, Barocklaute und Barockgitarre, Voloncello und Kontrabass, Orgel, Fagott und Bassposaune besetzt.

Wie sehr die katholische Kirchenmusik den Lutheraner Händel geprägt hat, war besonders deutlich bei Francesco Foggias (1604–1688) herauszuhören. Die Ähnlichkeit des „Serve bone et fidelis“ für acht Stimmen und Basso continuo aus „Offertoria“ mit dem „Halleluja“ aus Händels Jahrzehnte später entstandenem „Messiah“ verblüffte. Foggia war zur Zeit von Händels Italienaufenthalt 1707 bis 1710 bereits tot, wurde aber damals noch viel gespielt.

Ein berühmter Orgellehrer war seinerzeit Bernardo Pasquini (1637–1710), der auch Opern und Oratorien komponierte. Organist Andrea Buccarella erhielt für seine Interpretation von Pasquinis Toccata viel Applaus. Nach der Pause spielte Concerto Romano zudem Pasquinis dreisätzige Sonata D-Dur.

Die preisgekrönte Sopranistin Sonia Tedla Chebreab sang ausdrucksstark die Soli in Händels Motetten „O qualis de coelo sonus“ (HWV 239) und „Coelestis dum spirat aura“ (HWV 231). Gemeinsam mit Sopranistin Alena Dantcheva übernahm sie zudem die Solopartien in Pompeo Cannicciaris (1670–1744) „Salve Regina“. Enrico Torre (Alt) erreichte als Soloist in Pietro Paolo Bencini (1670–1755) „Lauda Jerusalem“ höchste Töne.

Auf dem Programm standen zudem Carlo Francesco Cesarini (1666-1741) wunderschöne, achtstimmige Psalmvertonung „Dixit Dominus“ sowie Quirino Colombanis (1670–1735) vierstimmiges „Serve bone et fidelis“.

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