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Händel-Festspiele 2017 Gewichtige Werke von vier Göttinger Chören
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13:04 09.05.2017
Die Göttinger Stadtkantorei unter Bernd Eberhardt im November 2016. Quelle: CH/Archiv
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Göttingen

Den Anfang machen am Sonntag, 14. Mai, der Kammerchor und die Kantorei St. Jacobi mit Händels großem Oratorium „Israel in Egypt“. Das 1739 uraufgeführte Werk ist eine der bildkräftigsten, gewaltigsten Kompositionen Händels. Zu hören ist es in der sehr selten aufgeführten dreiteiligen Urfassung. Die Solopartien sind mit Theresia Taube (Sopran), Nicole Pieper (Mezzosopran), Henning Kaiser (Tenor) und den Baritonen Henryk Böhm und Todd Boyce besetzt. Es spielt das Ensemble Antico Bremen, die Leitung hat Jacobi-Kantor Stefan Kordes. Die Aufführung in der Johanniskirche beginnt um 18 Uhr.

Mit dem berühmtesten Oratorium Händels, dem „Messiah“, beteiligt sich der Göttinger Universitätschor an den Festspielen. Die Leitung hat der Akademische Musikdirektor Ingolf Helm, der für die Solopartien Theresa Sommer, Anna Bineta Diouf, Manuel König und Yannick Spanier engagiert hat. Den Instrumentalpart spielt das Göttinger Barockorchester. Die Aufführung am Donnerstag, 18. Mai, beginnt im 19 Uhr in St. Johannis. Für dieses Konzert gibt es Eintrittskarten hier.

Der Festspielbeitrag der Göttinger Stadtkantorei am Sonntag, 21. Mai, um 19 Uhr in St. Johannis steht zugleich im Zeichen des diesjährigen Reformationsjubiläums. Aufgeführt wird das romantische Oratorium „Luther in Worms“ von Ludwig Meinardus (1827-1896), einem Freund Robert Schumanns. Es preist Luther als charakterfesten Helden, der Anfeindungen und Widrigkeiten standhält. Stilistisch und formal ist Meinardus von Mendelssohn beeinflusst. Franz Liszt ermöglichte 1872 die Uraufführung in Weimar. In Göttingen ist das Oratorium seitdem zweimal erklungen, nämlich 1883 und 1983 zum 400. und 500. Geburtstag Luthers. Die Aufführung vor 34 Jahren besorgte die Stadtkantorei unter Hermann Amlung.

In den Solopartien sind Andreas Scheibner, Clemens C. Löschmann, Anna Haase von Brincken, Stephanie Henke und Jürgen Orelly zu hören. Es spielt das Göttinger Symphonie-Orchester. Die Leitung hat Bernd Eberhardt, der am Mittwoch, 17. Mai, um 20 Uhr im Gemeindesaal St. Johannis einen Einführungsvortrag hält.

Einen ganz besonderen Anlass hat das Konzert des Göttinger Knabenchors am Sonntag, 28. Mai, um 12 Uhr in der Aula der Universität: den 100. Geburtstag von Franz Herzog (1917-1986), der den Knabenchor 1962 gegründet hat. Aufgeführt werden unter der Leitung von Michael Krause mehrere Chorwerke Herzogs sowie Chöre aus Oratorien Händels. In den 1970er-Jahren war der Knabenchor unter Herzog der Oratorienchor bei den Händel-Festspielen. Als Solist singt Timotheus Maas (Bariton), für die Instrumentalparts sind Frank Scheller (Violoncello), Maria Soltesz (Kontrabass), Natalia Bachman (Klavier) und Antonius Adamske (Orgel) engagiert.

Karten für die Konzerte der Jacobi-Kantorei, der Stadtkantorei und des Göttinger Knabenchors gibt es unter anderem in den Tageblatt-Geschäftsstellen Göttingen, Weender Straße 44, und Duderstadt, Marktstraße 9.

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