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Die Weltpolitik im Mikrokosmos

Das Jugendopernprojekt „Beyond Doubt: Lotario“ Die Weltpolitik im Mikrokosmos

Das Publikum der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen ist überwiegend älter. Doch will das Team um Intendant Tobias Wolff Händels Werk auch jungen Musikfans näherbringen. Ein wichtiger Bestandteil des Händel4Kids!-Programms ist das Jugend-Opernprojekt „Beyond Doubt: Lotario“.

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Die jungen Darsteller der Jugendoper "Beyond Doubt" proben schon fleißig im Junges Theater Göttingen.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Während auf der Bühne des Jungen Theaters (JT) fleißig für die Oper mit mehr als 40 jungen Darstellern und Tänzern geprobt wurde, traf Intendant Wolff im „Francis Drake“, der Gaststätte des Hauses, den Präsidenten der Klosterkammer Hannover, Hans-Christian Biallas, und Michael Büchting, den Vorsitzender der AKB Stiftung, sowie Nora Friedrich vom Deutschen Bühnenverein. Die Klosterkammer unterstützt das Festival seit mehr als zehn Jahren. „Es ist beeindruckend, wie es immer wieder gelingt, die junge Generation durch Mitgestalten zu gewinnen“, sagte Biallas. Auch Büchting betonte, dass die AKB-Stiftung gerne dabei sei, weil Soziales, Jugend, Kunst und Kultur gefördert würden – alles Stiftungsziele. „Es ist wichtig, dass Kinder, die sozial benachteiligt sind, an Kultur herangeführt werden“, sagte Friedrich.

Dass das tatsächlich geschieht, davon konnten sich die Förderer bei den Proben zu „Beyond Doubt: Lotario“ nebenan überzeugen. Unter der künstlerischen Leitung von Nina de la Chevallerie wird im JT intensiv geprobt. „Wir setzen gerade alle Teile auf der großen Bühne zusammenzusetzen, es geht turbulent zu“, sagte de la Chevallerie, deren Anliegen es ist zu zeigen, was Lotario heute bedeutet. „Wir haben die Weltpolitik im Mikrokosmos auf der Bühne.“ Sie sagte, dass 80 Prozent der teilnehmenden jugendlichen Flüchtlinge von Abschiebung bedroht seien und dass es nicht ganz einfach sei, Begriffe wie Ehrbarkeit oder Rache zu erklären.

Händel-Tickets

Eintrittskarten für die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Weender Straße 44 in Göttingen und Marktstraße 9 in Duderstadt sowie bei der Tourist-Information Göttingen und dem Deutschen Theater oder auch unter www.haendel-festspiele.de.

Spannend ist auch die musikalische Herangehensweise. „Wir nehmen Musik von Händel und verbinden diese mit Liedern aus der Heimat der Jugendlichen, das ist auch Kurdistan oder Syrien“, sagte der musikalische Leiter der Aufführung, Hans Kaul. Die Förderer beobachteten die Probe mit sehr großem Interesse.

Neben dem Jugendopernprojekt, das am Sonnabend, 6. Mai, um 18 Uhr im JT Premiere hat, kommt der Familientag in der Göttinger Innenstadt hinzu. Am Sonnabend, 20. Mai, gibt es in der City zwischen 10 und 15 Uhr ein buntes Programm. Mitmachaktionen, Akrobatik, Trommeln, Kinderführungen und -vorstellungen im Deutschen Theater sowie dem Kino Lumiere und natürlich Live Musik.

Tradition ist die Familienfassung der Festspieloper Lotario, die das Festspielorchester und Solisten unter Leitung von Laurence Cummings, dem künstlerischen Leiter der Festspiele, am Sonnabend, 27. Mai, vorstellen. Ab 12 Uhr wird Moderator Juri Tetzlaff kindgerecht durch die Vorstellung führen.

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