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„Glaube und Zweifel"

Vorstellung des Programms der Händel-Festspiele 2017 „Glaube und Zweifel"

Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen, vom 11. bis 28. Mai, stehen diesmal unter dem Motto „Glaube und Zweifel – faith and doubt“. Der künstlerische Leiter der Festspiele, Laurence Cummings, und Intendant Tobias Wolff haben das umfangreiche Programm für den Festspiel-Mai im Deutschen Theater vorgestellt.

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Krieg, Entführung und Happy End

Laurence Cummings, künstlerischer Leiter der Festspiele

Quelle: Archiv

Göttingen. Erwartete Höhepunkte der Festspiele werden das Galakonzert, die sechs Aufführungen der Oper „Lotario“ sowie das Oratorium Brockes-Passion sein. „Mit dem Motto nähern wir uns dem Reformationsjubiläum an“, so Wolff. „Ein spannendes Festival liegt vor uns.“


Für die gesamte Familie, Liebhaber von Barockmusik, Einsteiger und Neugierige haben Cummings und Wolff ein breit aufgestelltes Programm erarbeitet.
Als aufwändigste Produktion der Festspiele erweist sich die Oper „Lotario“. Diese wurde am 2. Dezember 1729 in London uraufgeführt. Sechs Mal steht das dramatische Werk um Krieg und Entführung – aber auch mit einem Happy End – auf dem Göttinger Festivalspielplan. Alle Aufführungen finden im Deutschen Theater statt. Derzeit werden bei einem Kooperationspartner der Festspiele, dem Konzert Theater Bern, die Kostüme geschneidert. Eine Gewandmeisterin und sechs Schneiderinnen fertigen die zeitlosen Gegenwartskostüme mit historischen Attributen für die Darsteller. Besonders von Mezzosopranistin Sophie Rennert, die den Lotario spielen wird, ist der musikalische Leiter Cummings sehr angetan. „Sie hat die, für die Partie benötigte, große Bandbreite in ihrer Stimme“, sagt er. Sopranistin Marie Lys wird Adelaide in der Oper singen, die vom venezolanischen Regisseur Carlos Wagner inszeniert wird.
Erstmals wird Sopranistin Dominique Labelle, beim Göttinger Festspielpublikums besonders beliebt, mit Cummings und dem FestspielOrchester zusammenarbeiten. Beim Galakonzert am Sonnabend, 13. Mai, werden in der Göttinger Stadthalle Werke von Telemann, C.P.E. Bach und Händel präsentiert.

Pressekonferenz der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen 2017.
Foto: Hauptakteure und Förderer

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„Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus“ gehört zu den meistvertonten Passionstexten. Auch Georg Friedrich Händel nahm sich dieses Themas an. Brockes‘ Schilderungen des Leiden Christi inspirierte ihn zu seiner einzigen geistlichen Komposition auf einen deutschen Text. In der 14 Arien umfassenden Titelpartie wird Johannette Zomer am Donnerstag, 25. Mai, in der Göttinger Stadthalle mit dem FestspielOrchester zu hören sein.
Die Festspielorte sind im gesamten Landkreis Göttingen zu finden, mit etwa 20000 Besuchern rechnet Intendant Wolff, wie im vergangenen Jahr. „Ich freue mich ganz besonders, dass ein Konzert im Kapitelsaal des Klosters Walkenried stattfindet“, sagt Göttingens Landrat Bernhard Reuter. Neben Göttingen wird auch in Scharzfeld, Gieboldehausen, Seeburg, Reinhausen, Rosdorf, Dransfeld, Hardegsen und in Einbeck „gehändelt“. Göttingens Dezernentin für Kultur und Soziales, Petra Broistedt, hat sich den Opern-Premierentag, Freitag, 19. Mai, schon vorgemerkt. Sie freut sich auf die Festspiele: „Sie sind ein Highlight, ein Juwel für alte Musik“ und dankt der künstlerischen Leitung und dem Management und den zahlreichen öffentlichen und privaten Unterstützern.
Zwei Sonderkonzerte gibt es am Sonnabend, 27., und Sonntag, 28. Mai, in der Göttinger Stadthalle. Im Rahmen der Händel-Festspiele bietet das Göttinger Symphonie Orchester unter Leitung von Christoph-Mathias Mueller die Oper „Orfeo ed Euridice“ von Joseph Haydn. Mit dabei ist Sopranistin Simone Kermes, das Bühnenbild entwirft der Hamburger Künstler Jochen Hein.

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