Der Zug birgt eine Klanginstallation des kanadischen Komponisten Robin Minard und Abteile mit speziell präparierten Hör-Sitzen.
Die Installation „Outside In (Blue)“ besteht nur aus Klang und Licht und ist speziell für den sounding D-Zug des Netzwerk Neue Musik entwickelt worden. Das Klangmaterial besteht neben Ausschnitten von Werken der Neuen Musik auch aus den Klängen der 15 Städte, in denen der Zug halten wird. Welche Orte haben besondere Klangeffekte? Diese Fragen haben sich auch die Leser des Göttinger Tageblatts gestellt und so die Hörpunkte ihrer Stadt ermittelt (Tageblatt berichtete).
Mit dem Start des Zuges werden die Göttinger Hörpunkte auf der virtuellen Soundmap der Internetseite des Projektes sounding D veröffentlicht (www.sounding-D.net). Auf dieser akustischen Landkarte Deutschlands kann man auch typische Geräusche der 14 anderen Städte anhören. Das gesamte Netz aus 15 Projektorten und 225 Hörpunkten ist in jedem Detail gleichzeitig sichtbar und hörbar.
Wer live in die Göttinger Hörpunkte eintauchen möchte, kann sie auch in einem Soundwalk ablaufen. Direkt, unbearbeitet und unvermittelt dringen die Klänge der 15 ausgewählten Orte ans Ohr. Man kann diesen Alltagsgeräuschen lauschen, als wären sie Musik: „Wo immer wir auch sein mögen, meistens hören wir Geräusche. Beachten wir sie nicht, stören sie uns. Hören wir sie uns an, finden wir sie faszinierend“, schrieb John Cage 1937.
Flyer mit der Karte des Göttinger Soundwalks sind am Info-Stand des Festivals „Linien“ vor dem Alten Rathaus (bis Freitag von 12 bis 16 Uhr) sowie bei allen Festival-Veranstaltungen und auch am 30. August am Göttinger Bahnhof erhältlich.
eb
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