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Weltweit Festspiele in Halle gestartet
Nachrichten Kultur Weltweit Festspiele in Halle gestartet
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16:08 25.05.2018
Unter dem Motto «Fremde Welten» haben die Händel-Festspiele in Halle begonnen. Quelle: dpa
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Halle

Mit einer Feierstunde am Denkmal des Komponisten sind am Freitag in Halle die Händel-Festspiele 2018 gestartet. Das Barockmusikfestival steht in diesem Jahr unter dem Motto „Fremde Welten“. Dazu finden bis zum 10. Juni in der Geburtsstadt Georg Friedrich Händels (1685-1759) mehr als 100 Veranstaltungen statt – von der klassischen Händel-Oper bis zum modernen literarischen Schlagabtausch und Poetry-Slam, wie die Organisatoren am Freitag mitteilten. Mit dem Händel-Preis wird am Samstag zudem die US-amerikanische Mezzosopranistin Joyce DiDonato geehrt.

Das diesjährige Motto „Fremde Welten“ beziehe sich unter anderem inhaltlich auf Händels Werk, denn seine Stücke versetzten das Publikum häufige in fremde Welten, hieß es. So spielten Opern etwa in Ägypten. Zudem solle mit dem Programm für alle Altersgruppen auch ein Bezug zur Gegenwart hergestellt werden, wo Menschen aus Deutschland ins Ausland gehen und Menschen aus dem Ausland nach Europa kommen. Um „Fremde Welten“ geht es auch bei der Internationalen Wissenschaftlichen Konferenz.

Der Direktor der Stiftung Händel-Haus und Intendant der Händel-Festspiele, Clemens Birnbaum, betonte, es sei weltweit einmalig, acht verschiedene, szenische Produktionen mit Barockmusik in nur 17 Tagen erleben zu können. Mit der Neuproduktion von „Berenice, Regina d'Egitto“ (HWV 38) in der Oper Halle schließe sich in diesem Jahr nach fast 100 Jahren die letzte Repertoirelücke, hieß es weiter. Dann würden in Händels Heimatstadt alle seine 42 Opern erklungen sein, nachdem mit „Orlando“ die Händel-Opern-Renaissance in Halle im Jahr 1922 begann.

Neben den Spielstätten in Halle selbst werden auch in der Region, in Bad Lauchstädt, Bernburg und Dessau, Veranstaltungen angeboten. Zudem locken auch kostenfreie Veranstaltungen, darunter die 16. Orgelnacht, ein Nachtkonzert, Vorträge, ein Open-Air-Konzert auf dem Domplatz oder ein Fest für die ganze Familie im Hof des Händel-Hauses. Der Händel-Preis der Stadt Halle, vergeben durch die Stiftung Händel-Haus, wird am Samstag an Joyce DiDonato überreicht. Damit sollen „ihre herausragenden Verdienste um die Pflege von Händels Musik“ gewürdigt werden. Der Händel-Preis in Form einer aus Gold und Emaille gefertigten Anstecknadel zeigt Noten aus Händels „Messiah“. Joyce DiDonato gehöre zu den größten Mezzosopranistinnen ihrer Zeit. Die 49-Jährige ist mehrfache „Echo-Klassik“- und „Grammy“-Preisträgerin. Der Händel-Preis wird für besondere künstlerische, wissenschaftliche oder kulturpolitische Leistungen vergeben, die im Zusammenhang mit der internationalen Händel-Pflege in Halle stehen.

Von epd

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