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Weltweit „Photosynthese“ im Spieletest: Da wächst was heran
Nachrichten Kultur Weltweit „Photosynthese“ im Spieletest: Da wächst was heran
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12:30 28.10.2018
Ein stimmiges Familienspiel: In „Photosynthese“ gehen Spieler der Natur im Wald auf die Spur. Quelle: Handout
Leipzig

Am Anfang ist da nur ein Sechseck aus kleineren Sechseckfeldern. Es stellt eine Lichtung dar, die zunächst nur am Rande bewachsen ist mit zwei kleinen Bäumen pro Spieler. Doch das ändert sich schnell: So verlangt es die Evolution, nur so gibt es auch Siegpunkte.

Jeder Spieler ist Herr einer Baumfamilie: Er hat Samen und kleine, mittlere und große Bäume. Die meisten stehen anfangs noch auf einem Ta­bleau und müssen erkauft werden. Die Währung? Sonne beziehungsweise Sonnenpunkte.

Denn rund um die Lichtung – sechsmal pro Runde, drei Runden insgesamt – wandert die Sonne, eine lange Klapppappe, die sich in die Ecken des Spielplans schmiegt.

Der Ablauf besteht aus zwei Phasen. Zunächst kommen das Verrücken und das Auswerten der Sonne. Reihe für Reihe wird geguckt, wessen Bäume beschienen werden und welche im Schatten stehen. Je nach Größe des erleuchteten Gewächses gibt es ein bis drei Sonnenpunkte.

Diese Sonnenpunkte werden in der nächsten Phase ausgegeben: Man kann Samen und Bäume kaufen (was bedeutet, dass man sie vom Tableau in den aktiven Spielbereich legt), Samen einpflanzen und seine Pflanzen wachsen lassen. Die Größe der Bäume bestimmt, wie viel Schatten sie werfen und wie weit entfernt von ihnen man Samen platzieren darf; da geht es um ein bis drei Felder.

Außerdem bekommen jene Bäume Sonne ab, wenn vor ihnen nur kleinere Exemplare stehen. Große Bäume gehen schließlich den Weg alles Sterblichen und werfen Siegpunkte ab. Hier kommt es auf das Timing an: Wer zu lange zögert, kann vielleicht nicht mehr punkten. Wer zu schnell ist, räumt den attraktiven Platz für die Konkurrenz.

Unverbrauchtes, aktuelles Thema

„Photosynthese“ hat sein unverbrauchtes und – vor dem Hintergrund des Hambacher Forsts – gerade auch sehr aktuelles Thema familienfreundlich umgesetzt: Insbesondere damit punktet dieses Spiel. Das Material ist wunderschön anzusehen, aber nicht ohne Fehler: Die Marker verrutschen leicht, die Pappen verbiegen.

Ungeübte Spieler werden auch das eine oder andere Übersichtsproblem haben. Und wer einmal im Rückstand ist (weil er zum Beispiel beim Platzieren der ersten Bäume Fehler gemacht hat), wird diesen nur schwer wieder aufholen. Und dennoch funktioniert das Gesamtpaket: ein stimmiges Familienspiel.

Hjalmar Hach: "Photosynthese" Quelle: Handout

Info: Hjalmar Hach: „Photosynthese“. Blue Orange/Asmodee, für zwei bis vier Spieler ab acht Jahren, etwa 30 Euro.

Von Stefan Gohlisch

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