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Weltweit Von der Autorin zur Verlegerin
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18:43 26.10.2017
Verlegerin Corinne Spörri. Quelle: May
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Corinne Spörri ist bei Twitter und Facebook aktiv, eine Homepage hat sie natürlich auch. Die Autorin von Fantasy- und Romantikromanen kennt sich aus damit, ihre Bücher im Internet an die Leser zu bringen. Ein Video zu ihrer „Greifen-Saga“ etwa macht neugierig auf die Geschichten rund um die 16-jährige Mica, die sich tough auf der Straße durchschlägt. Seit 2015 kennt die Schweizerin auch die andere Seite des Buchmarktes: Mit ihrem Mann Andreas gründete sie die Sternensand Verlag GmbH, die sich denselben Genres widmet wie Spörri selbst: Romance und Fantasy. Die 34-Jährige ist bekannt für ihre Reihe um Alia, die in der fantastischen Welt Altra als Dienerin in einem Magierzirkel ihren Platz in der Gesellschaft sucht. In Altra spielt auch die Reihe „Die Legenden von Karinth“. 16 Romane hat sie selbst geschrieben, bei Buch fünf wechselte sie zum Self-Publishing. Um die Romane weiterhin im Handel erhältlich zu halten, gründete das Paar „quasi einen Verlag für mich“, meint Spörri. Seitdem ist der Verlag rasant gewachsen: 30 Titel von 8 Autoren sind bislang bei Sternensand erschienen.

Wie ist es für die Autorin, als Verlegerin mit Büchern zu arbeiten? „Das ist sehr spannend. Ich schaue: Was lese ich selbst gern? Und dann kann ich mir ziemlich sicher sein, dass meine Leser das auch mögen. Dadurch, dass ich als Autorin schon viele Fans habe, kann ich unbekannten Autoren eine große Plattform bieten.“ Es sind jedoch längst nicht mehr nur Debütschriftsteller, die im Sternensand Verlag erscheinen. Die Autorin Maya Shepherd etwa war bereits als Selbstverlegerin erfolgreich, im Sternensand-Verlag ist sind ihre Liebesromane „50 Tage: Der Sommer meines Lebens“ und „Über alle Grenzen“ erschienen. Die Autorin Miriam Rademacher hat sich bereits mit Krimis einen Namen gemacht, für Sternensand schreibt sie die humorvolle Urban-Fantasy-Reihe „Banshee Livie: Dämonenjagd für Anfänger“ über eine junge Frau, die unversehens zu einer Todesbotin der keltischen Mythologie wird.

Immer mehr Untergenres der Fantasy kommen hinzu

Der Verlag hat sich immer mehr Untergenres erschlossen, neben der Urban Fantasy zum Beispiel Dystopie („Countdown to Noah“; „Conversion“), Märchen (“Schwanenfeuer. Der Fluch der sechs Prinzessinnen“) High Fantasy (Elfenwächter-Reihe; Elesztrah-Reihe; „Greifen-Saga“) oder Gay Romance („SAMe Love: Nur mit dir“). Die Spörris teilen bei der Verlagsarbeit die Aufgaben: „Ich mache all die administrativen Aufgaben wie Buchhaltung und Zoll. Ich arbeite sonst als Informatiker und mag diesen Gegensatz“, sagt Andreas Spörri. Corinne hingegen ist für Medienpräsenz, Autorenkontakte und Social Media zuständig. Eine potenzielle neue Geschichte muss beiden gefallen. Social Media ist für die gelernte Psychotherapeutin Spörri ein wichtiges Thema: „Ich hatte eins der ersten Autorinnenprofile bei Facebook und wurde damals noch fragend angeschaut. Wir versuchen heute bei Instagram, Twitter, Youtube und Co. sehr aktiv zu sein.“ Und das sollte auch für die Autoren gelten. Andreas Spörri erklärt: „Der Leser sollte einen Bezug zum Autor aufbauen können. Das Menschliche ist uns sehr wichtig, der Kontakt zu den Lesern, Autoren und Bloggern.“ Beim Sternensandverlag auf der Frankfurter Buchmesse kommen immer wieder Stammkunden und Autoren vorbei, die Atmosphäre ist herzlich. Und wer sich bei Facebook die Kommentare der Fans durchliest, bekommt den Eindruck, dass die Leser vom Sternensand wahrlich verzaubert sind. www.sternensand-verlag.ch

Von Nina May/RND

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