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Weltweit „Zwischen den Filmen“ zeigt Berlinale-Stars abseits des roten Teppichs
Nachrichten Kultur Weltweit „Zwischen den Filmen“ zeigt Berlinale-Stars abseits des roten Teppichs
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15:07 27.09.2018
„Zwischen den Filmen“: Der regierende Bürgermeister Willy Brandt und Schauspielerin Jayne Mansfield mit Ehemann Mickey Hargitay 1961 in Berlin. Quelle: Mario Mach / Deutsche Kinemathek
Berlin

James Stewart im Jahr 1962 leicht fröstelnd vor dem höchsten Haus Berlins. Julia Roberts 1990 freudestrahlend zwischen DDR-Grenzern auf der Berliner Mauer. Judi Dench 2007 aus der Vogelperspektive am Arm von Dieter Kosslick auf dem roten Teppich. „Zwischen den Filmen“ heißt die Ausstellung im Berliner Museum für Film und Fernsehen, die vom 28. September 2018 bis 5. Mai 2019 eine ganz besondere Fotogeschichte der Berliner Filmfestspiele erzählt.

Momente „zwischen den Filmen“

Nicht das offizielle Schaulaufen der Berlinale-Stars bei den Galavorführungen steht im Mittelpunkt der Schau mit Werken zahlreicher Fotografen von den 50er Jahren bis in die Gegenwart. Es sind die Momente „zwischen den Filmen“, für die sich Kuratorin Daniela Sannwald interessiert hat.

Da sind die Begegnungen mit Fans und Vertretern des politischen Lebens in Deutschland. Auf Partys, Empfängen und Bällen treffen sich Schauspieler aus aller Welt, Paare finden sich. Die Mode der jeweiligen Zeit wird vorgeführt, das für das Jahrzehnt typische Essen gereicht.

Bei den lange Zeit für die angereisten Stars organisierten Stadtbesichtigungen führen die Berliner stolz ihre architektonischen Highlights der Nachkriegsmoderne vor – wie zum Beispiel das Hansaviertel. Ein Blick über die Mauer von West nach Ost gehörte vom Jahr 1962 an zum Programm. In den 1990er Jahren wurde das Brandenburger Tor als Symbol des wiedervereinigten Deutschlands zum Fotomotiv.

Etwa 100.000 Fotos gesichtet

Die Ausstellung zeigt auch die Arbeit der Reporter und Pressefotografen, die früher Schauspieler wie Esther Williams und Claudia Cardinale bereits bei der Ankunft am Flughafen Tempelhof abfingen und dann oft auf Schritt und Tritt begleiteten. „Ich habe etwa 100.000 Fotos gesichtet“, sagt Kuratorin Sannwald. Für die nicht chronologisch, sondern thematisch geordnete Schau wählte die Filmhistorikerin 300 Bilder aus.

Oft ähneln sich die Motive über die Jahrzehnte hinweg: Der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt von Sophia Loren bis Constantin Costa-Gavras. Sidney Poitier, Romy Schneider, Peter Ustinov und Leonardo DiCaprio bedrängt von begeisterten Fans. Auch die Kinos von den ersten Spielorten des Festivals, das bis 1977 noch im Sommer stattfand, bis zum heutigen Berlinale-Palast am Potsdamer Platz nimmt die Ausstellung in den Blick.

Von dpa / RND

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