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Das waren 2017 die Highlights im Netz

Jahresrückblick Das waren 2017 die Highlights im Netz

Obama war der Twitter- und Ed Sheeran der Streaming-König. Und dann war da natürlich auch noch #Metoo: Das waren in diesem Jahr die beherrschenden Trends im Internet. Was sonst noch auf den Plattformen los war? Ein Überblick.

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Der Twitter-König: Barack Obama lag in dem Kurznachrichtendienst 2017 noch vor Donald Trump.

Quelle: dpa

Berlin. Beyoncé begeistert mit Babybauch, Barack Obama bewegt mit einem Anti-Rassismus-Tweet. Und während #love der am häufigsten genutzte Hashtag des Jahres auf Instagram ist, facht #metoo die wichtige Debatte um Machogehabe und sexuelle Übergriffe an. In Zeiten des Terrors setzen außerdem Twitter-Nutzer mit Aktionen wie #roomformanchester oder #BedForAwayFans ein Zeichen für Solidarität. Ein Überblick über die wichtigsten Trends im Internetjahr 2017.

Obama schlägt Trump

US-Präsident Donald Trump mag vielleicht einer der aktivsten Staatschefs auf Twitter sein und mit umstrittenen Tweets für Gesprächsstoff sorgen. Es ist jedoch Vorgänger Barack Obama, der mit einem Anti-Rassismus-Appell den populärsten Tweet liefert. Der Eintrag vom August mit einem Zitat des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten und Anti-Apartheid-Kämpfers Nelson Mandela wurde bis heute knapp 4,6 Millionen Mal geliked.

Alle streamen Ed Sheeran

Ed Sheeran ist der Streaming-König: Auf Spotify steht der britische Musiker mit über 45 Millionen monatlichen Hörern unangefochten an der Spitze. Sein im März erschienenes Album «÷» (ausgesprochen: Divide) ist mit weltweit 3,1 Milliarden Abrufen das meistgestreamte Album des Jahres. Und - wen wundert es - Sheerans Hit „Shape of You“ das meistgestreamte Lied. Auch bei Shazam, der App zum Erkennen von Songtiteln, ist „Shape Of You“ der am häufigsten gesuchte Song.

Böhmermann entert YouTube

Zu den beliebtesten deutschen YouTube-Videos zählten Jan Böhmermanns „Germany Second“ und der offizielle Trailer zum Kinofilm „Fack ju Göhte 3“. In das Ranking fließen die Beiträge ein, die am meisten angesehen, kommentiert, geteilt, geliked und diskutiert wurden. Der erfolgreichste Kanal nach Abonnentenzahlen stammt von den Freekickerz mit knapp sechs Millionen. Und nicht zu vergessen Julien Baam: Der 29-Jährige ist Spitzenreiter unter den YouTubern in Deutschland. In der Top Ten der populärsten Videos 2017 (ohne klassische Musikvideos) platzierte er gleich sechs Clips. Auf Platz eins landete ein Beitrag aus seinem Format „Songs in real life“ mit 12,65 Millionen Abrufen.

#roomformanchester

In Zeiten von Terror lassen sich viele Internetnutzer nicht unterkriegen. Als Reaktion auf den Anschlag nach dem Ariana-Grande-Konzert in Manchester bieten Twitter-Nutzer unter #roomformanchester Notunterkünfte an. Und nach dem Anschlag im April auf den BVB-Bus im Vorfeld des Champions-League-Spiels gegen den AS Monaco riefen Borussia Dortmund sowie die Fans unter dem Hashtag #BedForAwayFans dazu auf, gestrandete Monaco-Fans aufzunehmen.

#MeToo

Der Missbrauchsskandal um US-Filmproduzent Harvey Weinstein nimmt grade Fahrt auf, da twittert Schauspielerin Alyssa Milano: „Wenn du sexuell belästigt oder angegriffen worden bist, schreibe „ich auch“ (englisch: me too) als Antwort auf diesen Tweet.“ Hunderttausende weltweit melden sich zu Wort. Eigentlich geht #metoo auf die afroamerikanische Aktivistin Tarana Burke zurück, die den Begriff schon vor Jahren genutzt hat. Mittlerweile ist er in aller Munde und das „Time“-Magazin kürte alle jene Frauen, die das Schweigen brachen, zur „Person Of The Year“.

#FEDIDWGUGL und #Covfefe

Was haben Peter Tauber und Donald Trump gemeinsam? Sie sorgten mit rätselhaften Hashtags auf Twitter für Verwirrung. Vor der Bundestagswahl überrascht die CDU mit einem Hashtag, mit dem die Partei in den Wahlkampf zieht. Generalsekretär Tauber löst später auf: #fedidwgugl bedeute „Für Ein Deutschland, In Dem Wir Gut Und Gerne Leben“. Was US-Präsident Donald Trump mit dem Hashtag #Covfefe der Welt sagen wollte, bliebt bis heute ungeklärt. Der Tweet war wenig später gelöscht.

AfD-Frau sorgte ungewollt für den erfolgreichsten Tweet

Ein Schnappschuss mit dem enttäuschten Gesichtsausdruck der AfD-Politikerin Beatrix von Storch während der Bundestagsabstimmung über die Ehe für alle ist in Deutschland der erfolgreichste Tweet des Jahres. Nutzer @justthore postet das Bild mit den Worten: „Die Fahrkarte zum Bundestag: 2,70 Euro. Der Cappuccino im Besucher-Café: 3,50 Euro. Das Gesicht von Beatrix zur #Ehefüralle Abstimmung: unbezahlbar“ - und erhält 34.509 Likes dafür. Über 14.000 Mal ist der Eintrag weiterverbreitet worden.

Von nl/dpa/RND

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