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Fernsehen Myanmar: Reuters-Anwälte legen Berufung ein
Nachrichten Medien Fernsehen Myanmar: Reuters-Anwälte legen Berufung ein
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15:00 05.11.2018
Sieben Jahre Haft: Die Anwälte der Journalisten Kyaw Soe Oo (l.) and Wa Lone legen Berugung gegen das Urteil ein. Quelle: Foto: Thein Zaw/AP
Rangun

Die Anwälte der verurteilten Reuters-Journalisten Wa Lone (32) und Kyaw Soe Oo (28) legen Berufung ein. Das teilte Reuters am Montag per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die Verteidiger erklärten demnach, das Gericht habe überzeugende Hinweise ignoriert, dass Wa Lone und Kyaw Soe Oo vor ihrer Festnahme in eine Falle gelockt worden seien. Auch sei kein Verbrechen bewiesen worden. Anfang September waren die Journalisten wegen Verrats von Staatsgeheimnissen zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Das Gesetz gegen Geheimnisverrat stammt aus der Kolonialzeit

Wa Lone und Kyaw Soe Oo waren Mitte Dezember vergangenen Jahres bei Recherchen zu Morden an Angehörigen der muslimischen Rohingya-Volksgruppe verhaftet worden. Ihnen wurde vorgeworfen, Geheimdokumente und eine Karte des westlichen Rakhine-Staates bei sich gehabt zu haben. Von dort sind wegen einer brutalen Militäroffensive Ende August 2017 mehr als 700 000 Rohingya nach Bangladesch geflohen.

Das Gesetz gegen Geheimnisverrat stammt noch aus der britischen Kolonialzeit. Im Prozess hatte ein Polizist ausgesagt, die Reporter seien in eine Falle gelockt worden. Ein Vorgesetzter habe die Übergabe der Dokumente lanciert, um die Journalisten unter diesem Vorwand festzunehmen.

Im Oktober wurden Journalisten wegen Aufwiegelung verhaftet

Im Oktober waren in Myanmar weitere Journalisten verhaftet worden. Nayi Min, Kyaw Zaw Linn und Phyo Wai Win wurden in Untersuchungshaft genommen. Ihnen wurde Aufwiegelung vorgeworfen. In einem Artikel hatten die Journalisten die Finanzgeschäfte der Regionalregierung in der früheren Hauptstadt Rangun kritisiert. Bei einem Schuldspruch drohen ihnen bis zu zwei Jahre Gefängnis.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte umgehent gefordert, die Journalisten freizulassen: „Diese Festnahmen stellen einen weiteren alarmierenden Angriff auf die Pressefreiheit in Myanmar dar und zeigen, dass die Behörden im Land von Tag zu Tag dünnhäutiger werden“, erklärte Tirana Hassan, Leiterin des Krisenreaktionsteams von Amnesty. „Anstatt Journalisten zu verhaften, die friedlich ihre Arbeit machen, sollten die Behörden die repressiven Gesetze aufheben, die dazu benutzt werden, um ein Klima der Angst und Einschüchterung zu schaffen.“

Von epd

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