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Fernsehen „Die Höhle der Löwen“: Ganz viel Liebe für den „Gartenharken-Opa“
Nachrichten Medien Fernsehen „Die Höhle der Löwen“: Ganz viel Liebe für den „Gartenharken-Opa“
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23:16 11.09.2018
Lecker: Diana Hildenbrand (r.) und Constantin Feistkorn aus Berlin präsentieren den Investoren (v.l.) Carsten Maschmeyer, Judith Williams und Dagmar Wöhrl ihren Keksteig zum Löffeln. Quelle: MG RTL D / Frank W. Hempel
Köln

Keksteig zum Löffeln – da werden auch bei den Löwen Kindheitserinnerungen wach! Zu viel von der rohen Versuchung verursacht allerdings Bauchschmerzen, warnten früher die löffelschwingenden Erwachsenen. Abhilfe schaffen Diana Hildenbrand (36) und Constantin Feistkorn (36) aus Berlin. Bei „Die Höhle der Löwen“ stellten die Jungunternehmer aus Berlin am Dienstagabend ihren „Spooning Cookie Dough“ den Investoren Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Frank Thelen, Ralf Dümmel, Dagmar Wöhrl und Georg Kofler vor. Der Clou dabei: Er ist ohne Ei, ohne Backpulver und mit einem speziellen Mehl gemacht. Auch in rohen Mengen bauchverträglich sozusagen.

Eine erste „Cookie Dough“-Bar in der Hauptstadt gibt es bereits. Jetzt wollen die Gründer in den Handel. 210.000 Euro für 18 Prozent Firmenanteile. Wird das den Löwen schmecken? „Meinen Sie nicht, dass es besser wäre, wenn ich alle acht Sorten probieren würde“, wirft Dümmel vorwurfsvoll ein. Ist halt ein Süßer, der Dümmel – und fordert größere Becher. „Sie haben das Produkt verstanden“, sagt Constantin Feistkorn. Die Chemie stimmt – aber stimmen auch die Angebote? Knackpunkt ist die Kühlkette, sonst findet Dümmel den Keksteig „mega“. Er schlägt ein Shop-in-Shop-System vor. Oder doch die Trockenpulver-Variante als Vertriebsmöglichkeit? Aber auf jeden Fall: 38 Prozent für 210.000 Euro. Dümmel denkt groß. Wöhrl wäre auch dabei. Und die Berliner? Die schlagen zu!

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Nur diese Harke kommt in seinen Garten

„Der Hut ist schon mal gut“, sagt Judith Williams über Erfinder Rudolf Wild, der mit seinen 79 Jahren bisher der älteste Gründer bei „Die Höhle der Löwen“ ist. Der pensionierte Tischlermeister präsentiert seine „Ruwi Multiharke“, die vier Werkzeuge in einem Gerät vereint und ein Bücken bei der Gartenarbeit überflüssig machen soll. Der Oberfranke baut jedes Stück selbst in der Garage zusammen und verkauft seit 2014 die Multiharke online und auf Gartenfestivals. Jetzt will er ein Unternehmen gründen. Als „heiter und inspirierend“, bezeichnet Williams die Präsentation, schlägt dem Gründer-Senioren aber keinen Deal vor. Thelen macht keine Gartenarbeit und ist aus diesem Grund auch raus. Maschmeyer schickt Dümmel vor: „Ich glaube, ihr beide würdet gut zusammenpassen.“ Das sieht Dümmel genauso. 80.000 Euro für 30 Prozent Firmenanteile – und das Versprechen: „Wir werden Ruwi zum Riesenerfolg führen, in jeden Baumarkt rein!“ Rudolf Wild freut sich und mit ihm das Twitter-Publikum.

„Schraubst du noch oder pazlst du schon“

Die Löwen sind irritiert. Wie spricht man das jetzt aus? „Pazls“ wurden von den drei Gründern Julian Bäßler (30), Thomas Poddey (30) und Phillip McRae (30) konzipiert. Mit dem „einzigartigen und patentierten Möbelverbinder“ wollen sie dem Möbelaufbau die Verzweiflung nehmen und einem großen Möbelhersteller Konkurrenz machen. „Schraubst du noch oder pazlst du schon?“ Die Möbel mit Magneten machen Werkzeuge überflüssig. Der Aufbau wird zum Kinderspiel. „Wirkt sehr profund“, stellt Maschmeyer fest und tritt zum Praxistest an. Es wird fleißig nachgefragt und gerechnet. Wöhrl klappt ihr Buch zu, seufzt – und macht ein Angebot. Thelen klinkt sich ein – gleiches Angebot wie Wöhrl. Pokern oder nicht pokern? Nach kurzer Beratung fällt die Entscheidung der Gründer für Thelen.

Besser Hygiene in Krankenhäusern

Um Krankenhaus-Hygiene geht es diesen Gründern: Arzt Konstantin Altrichter (26) und Wirtschaftsingenieur Karl Hartmann (26) haben einen innovativen Stauschlauch entwickelt, den „daisygrip”, der hygienischer als die bisher verwendeten Schläuche bei der Blutentnahme sein soll. „Als Arzt weiß ich, dass in den deutschen Krankenhäusern viel für die Hygiene getan wird. Trotzdem werden pro Jahr 900.000 Infektionen in Krankenhäusern übertragen und davon sterben jährlich circa 30.000 Patienten”, erklärt Konstantin Altrichter die Idee zu „daisygrip“. Allerdings: Der Schlauch ist noch nicht am Markt. Um das jetzt auf den Weg zu bringen, pitchen der Arzt und der Wirtschaftsingenieur um 100.000 Euro für zehn Prozent ihrer Firmenanteile.

Dagmar Wöhrl traut sich auf die Arztpritsche. Fließt gleich Blut? Nein, nur der Stauschlauch wird angelegt und erklärt. „daisygrip“ kann wegen seines innovativen Materials nach der Anwendung ganz einfach per Sprüh- und Wischdesinfektion gereinigt werden. Keime haben hier keine Chance. Carsten Maschmeyer kann es nicht „übers Herz bringen, abzusagen“ – immerhin gehe es um Menschenleben – und sagt ob der schwierigen Marktlage „schweren Herzens“ zu, als einziger Löwe. 100.000 Euro für 25 Prozent. Die Gründer sammeln sich erstmal – aber dann: Deal!

Hier beißen die Löwen nicht an

Ohne Löwen-Power müssen andere Kandidaten ihr Produkt auf den Markt bringen: Die Brüder Micha Neubert (29) und Jona Neubert (31) finden mit ihrem „furryfit”, einem Gesundheits- und Aktivitätstracker für Hunde, keinen Investor. Und auch für Kimberly Lang (27) mit ihrer modischen Reißverschluss-Erfindung „Trinity“ gibt es kein Geld – dafür aber einigen Spott in sozialen Medien.

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Von Amina Linke/RND

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