Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Netzwelt Facebook soll Banken nach Kundendaten gefragt haben
Nachrichten Medien Netzwelt Facebook soll Banken nach Kundendaten gefragt haben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:49 07.08.2018
Facebook soll mehrere Banken nach Kundendaten gefragt haben Quelle: Fabian Sommer/dpa
Menlo Park

Facebook drängt einem Medienbericht zufolge weiter in die Privatsphäre seiner Nutzer. Wie das Magazin Wall Street Journalschreibt, hat das Unternehmen mehrere große US-Banken gebeten, Kundendaten zu teilen. Demnach hatte Facebook Interesse an Informationen über Transaktionen, Kontostände und die Aufenthaltsorte der Kunden. Entsprechende Anfragen liegen den Banken JP Morgan, US Bancorp, Wells Fargo und City Group vor. JP Morgan kündigte bereits an, nicht für derartige Transaktionsgeschäfte zur Verfügung zu stehen.

Mit den Daten will der Konzern offenbar die Bezahlfunktion über den Messenger-Chat ausbauen. Facebook integriert immer neue Funktionen und Dienste, um die Nutzer möglichst lange auf der Plattform zu halten. Seit Längerem zählen dazu auch Transaktionsgeschäfte. Bei Spendenaktionen etwa können Nutzer direkt über die App Geld verschicken und auch das Kleinanzeigen-Geschäft „Marketplace“ hat in den USA bereits eine integrierte Bezahlfunktion im Messenger.

Entsprechende Verhandlungen mit den Banken hat Facebook bestätigt. Allerdings soll es sich bei der Anfrage nicht um diese sensiblen Daten gehandelt haben. Stattdessen wolle das Netzwerk den Banken Kundenkontakt über den Messenger-Dienst ermöglichen.

Neue Manipulationsversuche

Seit März hat das Unternehmen mit den Nachwehen des größten Skandals der Unternehmensgeschichte zu kämpfen. Damals wurde bekannt, dass die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica mehrere Millionen Facebook-Nutzerdaten verwertete. Sie sollen unter anderem für den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump verwendet worden sein. Ein Entwickler hatte die Daten mittels einer App gesammelt und an das politische Beratungsunternehmen weitergegeben. Seither arbeitet Facebook etwa mit Werbekampagnen daran, das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen.

Erst vor einer Woche hatte Facebook gemeldet, dass es in den USA neue Manipulationsversuche gegeben habe. Auch warnte die EU-Kommission vor einer Beeinflussung und digitalen Angriffen auf die anstehenden Europawahlen und rief die Mitgliedstaaten dazu auf, die Bedrohung durch Cyber-Attacken ernst zu nehmen und diesen vorzubeugen.

Von RND/mkr

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Junge Menschen, die neben ihrem fahrenden Auto herlaufen und zu einem Song von Drake tanzen – die Kiki-Challenge ist der neuste virale Hit. Doch sie ist nicht ungefährlich.

06.08.2018

Nicht voll aufzuladen schadet dem Akku, zu oft Ein- und Ausstöpseln auch? Weit gefehlt, beide vermeintlichen Regeln gehören ins Reich überholter Akku-Mythen. Ein Überblick.

06.08.2018

Erst Spotify, jetzt auch Facebook und Apple: Fünf der „Infowars“-Podcasts von Alex Jones sind bei iTunes nicht mehr verfügbar. Auch Facebook hat vier Seiten des Verschwörungstheoretikers gesperrt.

06.08.2018