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Netzwelt Microsoft will KI für humanitäre Zwecke – und leichteren Datenaustausch
Nachrichten Medien Netzwelt Microsoft will KI für humanitäre Zwecke – und leichteren Datenaustausch
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18:04 24.09.2018
Microsoft steht bei KI-Anwendungen in einem starken Wettbewerb. Quelle: Matthias Balk/dpa
Orlando

Microsoft will das Potenzial Künstlicher Intelligenz mit einem 40 Millionen Dollar-Programm verstärkt auch humanitären Organisationen zur Verfügung stellen. Das neue Programm ziele darauf ab, die Technologie für Katastrophenhilfe, den Schutz von Kindern sowie für Flüchtlinge und Vertriebene einzusetzen, kündigte Microsoft-Manager Frank Shaw auf der hauseigenen Kunden-Messe „Ignite“ in Orlando (Florida) am Montag an. Microsoft werde für die Umsetzung mit ausgewählten Nonprofit- und humanitären Organisationen eng zusammenarbeiten. Das Geld soll zur Mitfinanzierung von Projekten sowie für die technologische Entwicklung eingesetzt und das gewonnene Know-how geteilt werden.

Microsoft will KI vor allem im Beruf nutzbar machen

Mit einer Reihe neuer KI-gesteuerter Anwendungen werde der Softwarekonzern die Vorteile von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen vor allem im beruflichen Umfeld allgemein verfügbar machen, kündigte Shaw an. Die Apps sollen auf der Business-Plattform „Microsoft 365“ an verschiedensten Stellen zur Verfügung stehen.

Nutzer könnten etwa mit einer neuen Suchfunktion nach Dokumenten und Daten über alle Plattformen hinweg suchen, ohne die eigene Arbeit unterbrechen zu müssen. Im Büroprogramm „Office“ macht die Funktion „Ideas“ bei Bedarf Vorschläge für Layouts, in der Kollaborations-Anwendung „Teams“ lassen sich Audiomitschnitte in geschriebenen Text umwandeln, der sich wiederum als Untertitel in den Mitschnitt integrieren lässt.

Microsoft, SAP und Adobe wollen Open Data Initiative

Auf der Ignite kündigte Microsoft außerdem gemeinsam mit SAP und Adobe eine Initiative für offene Daten an. Damit sollten die Kunden befähigt werden, mehr Wert aus ihren Datenbeständen zu schöpfen. Heute seien Daten eines der wichtigsten Werkzeuge eines Unternehmens, sagte Alex Atzberger von SAP. Bislang steckten zu viele jedoch in Silos aus verschiedensten Anwendungen und könnten nicht gemeinsam genutzt werden. Das soll sich mit der Open Data Initiative ändern. Sie sei ein erster Schritt, den die drei Konzerne in die Wege geleitet hätten. Auch für andere Unternehmen soll die Initiative künftig offen stehen.

Für die Realisierung soll der Datenaustausch zwischen den einzelnen Anwendungen und Plattformen der drei Unternehmen gewährleistet werden, die auf Microsofts Cloud-Plattform Azure bereitstehen sollen. Unternehmen wie Coca-Cola, Unilever und Walmart haben demnach die Initiative begrüßt und wollen sie technologisch unterstützen.

Microsoft wehrt jeden Monat fünf Milliarden Angriffe ab

Einen großen Schwerpunkt setzte Microsoft auf seiner Kunden-Konferenz auch auf das Thema Sicherheit. 3500 Sicherheitsspezialisten beschäftig Microsoft demnach aktuell. Jeden Monat würden so mehr als fünf Milliarden Angriffe durch Schadsoftware abgewehrt, sagte Shaw. Zahlreiche Software-Neuerungen sollen die Nutzer zusätzlich auf vielen Ebenen gegen Cyber-Attacken und Schadsoftware schützen.

Microsoft steht bei Cloud-Diensten und KI-Anwendungen derzeit in einem starken Wettbewerb. Vor allem Google und Amazon konkurrieren mit dem Software-Konzern, der einst quasi unangefochten mit seinem Office-Paket den Markt der Büro-Programme dominierte.

Von dpa/RND

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