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Netzwelt „Pokémon: Let’s Go, Pikachu!“ im Spieletest: Süße Sucht des Sammelns
Nachrichten Medien Netzwelt „Pokémon: Let’s Go, Pikachu!“ im Spieletest: Süße Sucht des Sammelns
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18:00 02.12.2018
Mit „Pokémon: Let’s Go, Pikachu“ setzt Nintendo seine Reihe um die putzigen Taschenmonster fort. Quelle: Nintendo
Leipzig

Einerseits steht „Pokémon Let’s Go“ in der Nintendo-Tradition bunter, kinderfreundlicher Unterhaltung. Die Viecher mögen kitschig sein und albern, aber die Spiele dahinter besitzen ein meisterhaftes Design, sie führen ihre Fans langsam an richtige Rollenspiele heran.

Da aber tut sich die dunkle Seite der Pokémon auf: Sie fressen Zeit. Sie produzieren Kinder, die in ihrer Gameboy-Welt versinken und nicht mehr ansprechbar sind. Pokémon macht süchtig.

Hysterie ist indes nicht angebracht. „Harry-Potter“-Bücher machen genauso süchtig, und Onlinespiele wie „Fortnite“ noch viel mehr. Eltern sind gefragt, mit den Kindern zu reden, notfalls Limits zu setzen, damit die Pokémon auch mal Feierabend haben.

Der Clou in „Pokémon: Let’s Go, Pikachu“ ist ein neuer Spielmodus für zwei: Einer steuert, der andere hilft beim Fangen und Kämpfen. Quelle: Nintendo

Der Clou ist dabei ein neuer Spielmodus für zwei: Einer steuert, der andere hilft beim Fangen und Kämpfen. Der Modus lässt sich jederzeit im Spiel aktivieren, und er macht aus „Let’s Go“ ein tolles Eltern-Kind-Spiel. Dabei können auch die Großen noch was lernen; Pokémon ist als Zeitvertreib nicht so banal, wie es von Weitem vielleicht aussieht.

Rund 150 der Taschenmonster leben in der Fantasiewelt des Spiels und stromern durch die Wildnis. Spieler müssen sie suchen, einfangen, trainieren, und zu Mannschaften zusammenstellen, um in immer kniffligeren Schaukämpfen zu bestehen.

Zuletzt ist die Serie sehr komplex geworden – „Pokémon: Let’s Go, Pikachu!“ und das weitgehend identische „Let’s Go, Evoli!“ sind dagegen Spiele für Einsteiger. Sie mischen Inhalte aus einem uralten Pokémon-Spiel und ein paar Mechanismen des Handy-Hits „Pokémon GO“. Heraus kommt ein vollwertiges, aber leichteres Brückenspiel. Kinder sind nicht überfordert, gealterte Fans werden nostalgisch.

Charme-Offensive: Kaum ein Kind kann den putzigen Pokémon widerstehen. Quelle: Nintendo

Im Alleingang werden erwachsene Pokémon-Fans eher unterfordert, es fühlt sich im Vergleich zu vielen komplexeren Spielen an wie ein Snack. Kindern wiederum wird es schwerfallen, der Charme-Offensive von Pikachu oder Evoli zu widerstehen.

In einem separaten Minispiel wollen die Tiere sogar gestreichelt und gefüttert werden. Dafür ist das Spiel Gold wert: Sich mit Kindern hinsetzen, den Kitsch gemeinsam genießen – und dann nach einer Stunde erschrocken hochschauen, Switch ausschalten und ab nach draußen.

Pokémon: Let’s Go, Pikachu Quelle: Nintendo

Info: „Pokémon: Let’s Go, Pikachu!“ und „Pokémon: Let’s Go, Evoli!“ sind für Nintendo Switch für rund 60 Euro erhältlich.

Von Jan Bojaryn

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