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Interview

Lena Meyer-Landrut: "Ich liebe Hannover!"


Einmal singt sie noch, dann steht fest, ob Lena Meyer-Landrut aus Hannover zum Eurovision Song Contest fährt: 
Die „Unser Star für Oslo“-Finalistin spricht im HAZ-Interview über Pfannkuchenunfälle, Werbeideen und den richtigen Song.
Von Hannover nach Norwegen? Lena Meyer-Landrut singt morgen im Finale von „Unser Star für Oslo“ um die Teilnahme am Eurovision Song Contest.

Von Hannover nach Norwegen? Lena Meyer-Landrut singt morgen im Finale von „Unser Star für Oslo“ um die Teilnahme am Eurovision Song Contest.

© NDR

Lena, du stehst im Finale der Castingshow „Unser Star für Oslo“. Wenn du morgen gewinnst, nimmst du für Deutschland am Eurovision Song Contest in der norwegischen Hauptstadt teil. Spürst du schon staatsmännische Verantwortung?
Ich bin Dienstag erst um 6 Uhr ins Bett gekommen. Wir haben in der Nacht geprobt. Ich bin noch etwas müde. Also Verantwortung? Nee. Lass mich kurz überlegen. Nee. Ich denk’ noch nicht an Oslo.

Komm, das stimmt doch nicht. Wie sehr spukt Oslo denn schon in deinem Kopf?
Ich denke wirklich noch gar nicht an Oslo. Es kann sich Freitag mit Oslo ja schon wieder erledigt haben.

Das wäre schade.
Ja, das wäre sehr schade.

Aber mal angenommen, du kommst doch weiter. Du würdest dann Deutschland vor einem Millionenpublikum vertreten. Stehst du nicht wahnsinnig unter Druck?
Nein. Viel schlechter als in den letzten Jahren kann es mit mir für Deutschland auch nicht laufen. Deshalb liegt auch kein großer Druck auf mir. Es wäre meine Chance, den Wettbewerb aufzufrischen. Da ist es auch egal, wenn ich nur auf dem 15. oder 16. Platz lande.

Erfrischend finden dich auch fast alle der TV-Juroren. Du bist die Verrückte, die Durchgeknallte, die Schräge. Wie fühlt sich das eigentlich an, ständig von Prominenten gesagt zu bekommen, dass man sympathisch irre ist?
Ich denke dann oft: Oh Gott, wie bieder müsst ihr denn sein? Nein, jetzt mal im Ernst. Ich glaube, jeder Mensch ist verrückt, nur viele trauen sich nicht, es auch zu zeigen. Ich mache das einfach. Aber ich denke nicht darüber nach und sage mir: Heute möchte ich besonders durchgeknallt sein.

Trotzdem bist du mit deiner unkonventionellen Art schon ein Aushängeschild für Hannover geworden. Ist das überhaupt okay für dich?
Aber ja! Das finde ich ganz hervorragend! Ich bin stolz, aus Hannover zu kommen. Wenn ich jetzt aus ... zum Beispiel ... einem kleinen Dorf kommen würde ... na ja ... ich liebe Hannover!

Was liebst du denn an Hannover?
Alles.

Alles?
Ja, die Menschen sind schön. Die Kulturstätten sind schön, die Stadtteile sind schön.

Wenn alles schön ist, würdest du auch dafür werben?
Och, für Leibniz-Kekse bestimmt. (Lena unterbricht das Interview abrupt und bekommt einen Lachanfall.)

Was ist passiert?
Ein Pfannkuchenunfall.

Bitte?
Meinem besten Freund aus Hamburg ist gerade ein Pfannkuchen runtergefallen. Der schöne Puderzucker. Wo waren wir?

Du wolltest gerade erzählen, wofür du Werbung machen würdest?
Klamotten. Klamotten und Schuhe finde ich geil. Bonbons törnen mich eher ab.

Am Freitag stellst du mit deiner Konkurrentin Jennifer Braun jeweils drei neue Songs vor. Die Zuschauer entscheiden darüber, wer mit welchem Song nach Oslo fährt. Hast du die Lieder eigentlich schon gehört?
Aber ja. Ich verrate dazu aber noch nichts.

Gefallen sie dir denn wenigstens?
Ja, zwei finde ich sogar richtig gut.

Wie würde denn ein Song klingen, wenn du ihn selbst komponieren könntest?
Ich kann so was nicht. Aber wenn ich so etwas könnte, würde er ähnlich klingen wie die Lieder, die ich bisher gesungen habe. Ich möchte ja meinem Stil treu bleiben.

Das war ja eine richtig seriöse Antwort.
Aber ja. Richtig seriös.

Und? Ganz seriös gefragt, gewinnen wir mit einem der drei Lieder in deinem Stil in Oslo?
Keine Ahnung. Schön wär’s doch.

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Doch egal, ob die Kandidatin das Finale am Freitag für sich entscheidet und am 29. Mai für Deutschland beim „Eurovision Song Contest“ antreten darf – für Hannover ist die Abiturientin mit ihrer natürlichen, unverstellten Art in jedem Fall ein Gewinn: Sie erzählt vor laufenden Kameras von ihrer Heimatstadt.

Nach der Pechsträhne von Hannover 96 und dem Rücktritt von Landesbischöfin Margot Käßmann komme das neue Gesicht für die Stadt gerade richtig, meint Lars Harden (36), Geschäftsführer der Aserto Kommunikationsanalysen und Beratung GmbH & Co. KG in Hannover. Der Medienwissenschaftler hat vor einigen Jahren die Medienwirkung der Landeshauptstadt untersucht und neben einigen Höhepunkten wie der Eilenriede und den Herrenhäuser Gärten vor allem viel von „Mittelmäßigkeit“ ausgemacht. „Das Marketing von Hannover hat große Probleme, weil wir es nicht schaffen, das, was ist, zu präsentieren“, sagt Harden. „Insofern ist Lena ein Glücksfall.“ Die Hannoveranerin breche mit vielen Erwartungen, die Zuschauer an eine Castingshow haben. Sie sei intelligent und bleibe bei all dem Rummel um ihre Person sie selbst. „Lena löst mit ihrer Art enorm viel aus, sie hat einen Effekt auf die Menschen“, sagt Harden.

Der Chef der Hannover Marketing und Tourismus GmbH, Hans Nolte (48), und Oberbürgermeister Stephan Weil (51) setzen in Sachen Stadtmarketing zwar keineswegs auf Castingshow-Teilnehmer. Dennoch freuen sie sich über Hannovers „tolle Sympathieträgerin“. „Solche Botschafter braucht eine Stadt“, sagt Nolte. Stephan Weil wird am Freitagabend Daumen drücken – während der Sendung vor dem Fernsehapparat.

Danny Schrader

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  • Lena Mayer... ralie – 12.03.10
    Lasst das Mädel doch machen!
    Schlimmer als bei Siegel kann's nicht werden, oder ?
    Wenn's nicht klappt gibt's noch
    die "No Angles", woll !
    Was Shitkram.

    ZickenAlarm !!!

    ru

    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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