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Fernsehen

ZDF räumt bei Grimme-Preisen ab

Die Öffentlich-Rechtlichen sind die großen Gewinner bei den diesjährigen Grimme-Preisen. Sie erhalten zehn der zwölf Auszeichnungen, allein sechs gehen dabei an das ZDF. Lediglich zwei Preise werden an Privatsender verliehen.
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Sängerin und Moderatorin Ina Müller bekommt einen Preis für die NDR-Late-Night-Show „Inas Nacht“, Moderator und Comedian Oliver Welke für die „heute-Show“ (ZDF).

Sängerin und Moderatorin Ina Müller bekommt einen Preis für die NDR-Late-Night-Show „Inas Nacht“, Moderator und Comedian Oliver Welke für die „heute-Show“ (ZDF).

© dpa

Die öffentlichen-rechtlichen Fernsehsender erhalten in diesem Jahr zehn von zwölf Grimme-Preisen. Allein sechs der begehrten Auszeichnungen heimste das ZDF ein, unter anderem in der Kategorie Fiktion für das Drama „Ein halbes Leben“ von Regisseur Nikolaus Leytner und den Krimi „Mörder auf Amrum“ (Regie: Markus Imboden), wie das Adolf-Grimme-Institut am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Die Privatsender ProSieben und DSF waren je einmal in der Sparte Information und Kultur erfolgreich.

In der Fiktion-Sparte erkannte die Jury dem ZDF insgesamt vier von fünf Grimme-Preisen zu: Ausgezeichnet werden auch die Filme „Kommissar Süden und der Luftgitarrist“ von Regisseur Dominik Graf sowie „Die Wölfe“ (Regie: Friedemann Fromm). Ein weiterer Preis in dieser Kategorie geht an „Frau Böhm sagt nein“ (ARD/WDR) mit Senta Berger unter der Regie von Connie Walther.

Die beiden diesjährigen Grimme-Preise in der Sparte Unterhaltung wurden der Show „Inas Nacht“ (ARD/NDR) mit Ina Müller und der ZDF-Nachrichtensatire „heute-Show“ zuerkannt. Müller zeige mit ihrer Sendung, „dass gekonnte Unterhaltung - Menschen eine schöne, unbeschwerte Zeit zu geben - weder eine Showtreppe braucht noch eine aufwendige Lichtregie“, befand die Jury. Der „heute-Show“ mit Moderator Oliver Welke bescheinigten die Preisverleiher, sie beschleunige „weit in den roten Bereich, ohne es sich im wohnlichen Satiresessel bequem zu machen“.

In der Sparte Information und Kultur geht ein Grimme-Preis an die ProSieben-Reportage „Galileo Spezial - Karawane der Hoffnung“ über den Kampf gegen Genitalverstümmelung, das DSF wird für die Dokumentation „Tabubruch“ über Homosexualität und Fußballsport ausgezeichnet. Drei weitere Preise gehen an „Henners Traum“ (ZDF) über ein vermeintliches Vorzeige-Bauprojekt in Nordhessen, „Eisenfresser“ (BR/Arte/RBB) über eine Werft im Süden von Bangladesch und „Tiananmen“ (ARD/WDR/Arte/NDR) über das Massaker auf dem Pekinger Platz des Himmlischen Friedens 1989 und seine Folgen.

Die besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschulverbandes als Stifter des Preises geht in diesem Jahr an den Regisseur Alexander Kluge. Alle Preise werden am 26. März in Marl verliehen.

afp


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