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ZDF will weiter mit Naidoo zusammenarbeiten

Nena-Tribute-Show ZDF will weiter mit Naidoo zusammenarbeiten

Das ZDF plant eine große Show zu Ehren von Sängerin Nena. Das Problem daran: Die Firma des Sängers Xavier Naidoo verdient dabei mit. Weder Moderator Thomas Gottschalk noch der Sender sehen darin allerdings ein Problem.

Xavier Naidoo steht der Bewegung der Reichsdeutschen nah. Sein aktueller Song „Marionetten“ schlägt deutlich rechtspopulistische Töne an.

Quelle: dpa

Hamburg. Das ZDF hält an seiner Zusammenarbeit mit der Firma des umstrittenen Sängers Xavier Naidoo fest. Der Sender in Mainz teilte dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ dazu auf Anfrage mit: „Das ZDF plant eine Tribute-Show für Nena, Ideen für die musikalische Besetzung sind in der Konzeptphase.“ Die Sendung entstehe in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma Herr!Media.

Xavier Naidoos Firma Söhne Mannheims GmbH gehört dem Bericht zufolge zu den Gesellschaftern von Herr!Media. Die besagte Sendung solle allerdings nicht Naidoo, sondern TV-Entertainer und Ex-„Wetten dass..“-Moderator Thomas Gottschalk moderieren. Laut dem „Spiegel“ will auch Gottschalk bei seiner Zusage bleiben: „Nena und Naidoo sind für mich zwei Paar völlig verschiedene Stiefel.“

Naidoo stand mehrfach wegen umstrittener Aussagen in der Kritik, erst jüngst wegen seines neuen Songs „Marionetten“. Ihm wurde vorgeworfen, in dem Lied mit abfälligen Bemerkungen über Politiker rechtspopulistische Töne anzuschlagen. Unter anderem werden Volksvertreter darin als „Volks-in-die-Fresse-Treter“ bezeichnet, wütende Bauern würden sie „mit der Forke“ vertreiben.

Naidoo hatte erklärt, das Lied sei zugespitzt und vielleicht missverständlich, die Vorwürfe von Rechtspopulismus seien aber längst von ihm klargestellt. Die ARD-Radiowellen NDR 2 und Bremen Vier hatten die Kooperation mit Naidoo gestoppt.

Von RND/dpa