17-Jährige tot in Flüchtlingsheim aufgefunden - Verdächtiger festgenommen
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Panorama Sie galt als vermisst – 17-Jährige tot in Flüchtlingsheim aufgefunden
Nachrichten Panorama Sie galt als vermisst – 17-Jährige tot in Flüchtlingsheim aufgefunden
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14:12 03.12.2018
Ein Polizist steht am Tor zu der Flüchtlingsunterkunft, in der die Leiche der vermissten Jugendlichen gefunden wurde. Quelle: Thomas Kraus/dpa
Sankt Augustin

Eine von ihren Eltern vermisste Jugendliche ist tot in einer Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose in Nordrhein-Westfalen gefunden worden. Die Leiche der 17-Jährigen wurde am Sonntagabend in der Unterkunft am Rande eines Gewerbegebiets der Stadt Sankt Augustin bei Bonn entdeckt. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Die Ermittler schließen eine Beziehungstat nicht aus.

Eine Mordkommission geht dem Verdacht nach, dass die Jugendliche aus dem rheinland-pfälzischen Unkel umgebracht wurde. Der Tatverdächtige habe die deutsche und die kenianische Staatsangehörigkeit, sagte der Sprecher.

Ihre Eltern hatten die Teenagerin am Freitagmittag als vermisst gemeldet. Einem WDR-Bericht zufolge hatte sie eine Freundin besuchen wollen, kam dort aber nie an. Per Handy habe sich das Mädchen in den zwei Tagen nach seinem Verschwinden mehrmals bei Bekannten gemeldet, hieß es unter Berufung auf die Polizei.

Suche mit Tauchern und Hubschrauber

Mindestens 150 Polizisten und Feuerwehrleute nahmen die Suche nach ihr auf. Die Einsatzkräfte suchten mit zehn Tauchern in einem See, mit einem Hubschrauber der Bundespolizei und ließen eine Drohne mit Wärmebildkamera aufsteigen. Das Technische Hilfswerk leuchtete den See im Stadtteil Meindorf und dessen Ufer aus. Auch eine Hundestaffel war beteiligt.

Einsatzkräfte fanden die Tote um circa 20 Uhr im benachbarten Stadtteil Menden. Sie waren Hinweisen von Spaziergängern nachgegangen, die am Nachmittag die Kleider und Handtasche des Mädchens neben dem Sieglarer See gesehen hatten.

Notfallseelsorger betreuen Angehörige des Opfers

Die Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose liegt am Rande eines bei Nacht kaum beleuchteten Gewerbegebiets neben einer Bahntrasse. Nach dem Einsatz der Spurensicherung wurde die Leiche des Mädchens am frühen Morgen aus der Unterkunft in einen Bestattungswagen gebracht.

Nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr, die mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz war, betreuten Notfallseelsorger Angehörige des Opfers. Auch der Bürgermeister der Stadt, Klaus Schumacher, machte sich vor Ort ein Bild der Lage.

Von RND/dpa