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67-Jährige nach Explosion in Northeimer Wohnhaus vermisst

300.000 Euro Schaden 67-Jährige nach Explosion in Northeimer Wohnhaus vermisst

Bei einer heftigen Gasexplosion in einem Mehrfamilienhaus am Rande der Innenstadt von Northeim sind am Montagnachmittag mindestens drei Hausbewohner schwer verletzt worden. Eine 67-Jährige wird noch immer vermisst.

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Detonation: Rettungskräfte löschen in Northeim den Brand in einem Mehrfamilienhaus.

Quelle: lni

Ein 50-jähriger Mann wurde mit schweren Brandverletzungen in die Medizinische Hochschule Hannover gebracht. Ein Ehepaar – ein 51-jähriger Mann und seine 62-jährige Frau – kam mit Rauchvergiftungen ins Northeimer Krankenhaus. Noch ungewiss ist das Schicksal einer 67-jährigen Frau, die das Dachgeschoss bewohnte. Sie galt bis zum Abend als vermisst. Das Haus brannte vollständig aus, auch angrenzende Häuser und Fahrzeuge wurden durch die verheerende Detonation beschädigt. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 600 000 Euro. Die Ursache für die Explosion ist noch unklar.

Die 67-jährige Bewohnerin könnte in ihrer Wohnung von herabstürzenden Deckenteilen begraben worden sein. Weil das Gebäude einsturzgefährdet ist, konnte es bis in die Nacht hinein nicht betreten werden. Eine Spezialfirma aus Remscheid sowie das Technische Hilfswerk begannen in der Nacht mit der Sicherung. Ein 80-Tonnen-Kran soll das Haus abstützen. Die Arbeiten würden sich voraussichtlich bis in die Morgenstunden hinziehen, sagte der Northeimer Kreisbrandmeister Bernd Kühle.

Eine gewaltige Detonation hatte die Innenstadt um 13.33 Uhr erschüttert. Der ohrenbetäubende Knall war weithin zu hören. Der mittlere Gebäudeteil eines zweistöckigen Eckhauses wurde durch die Wucht der Explosion zerstört und stand sofort in Flammen. Teile der Decken waren eingestürzt, das Dach abgehoben, weitere Gebäudeteile schwer beschädigt. Selbst im Haus auf der gegenüberliegenden Straßenseite hatten herumfliegende Trümmerteile mehrere Fenster eingeschlagen.

Das Unglück ereignete sich in dem Eckgebäude an Friedrich-Ebert-Wall und Breiter Weg. Die Ursache ist bisher unbekannt. Die Feuerwehr hat jedoch mit Spezialgeräten Gas aufgespürt, sodass sie von einer Gasexplosion ausgeht. Diese sei aber offensichtlich nicht von dem derzeit leer stehenden Dönerimbiss im rechten Gebäudeteil ausgegangen.

Mindestens drei Menschen befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion im Haus. Fest stehe bislang nur, dass sich die Detonation im Erdgeschoss des Dreifamilienhauses ereignete, sagte Polizeisprecher Uwe Falkenhain. Dort wohnte auch der 50-jährige Mann, der die schwersten Verletzungen erlitt. Unmittelbar nach der Explosion schlugen dort die Flammen aus den Fenstern. Zunächst waren zwei Bewohner vermisst worden. Ein 53 Jahre alter Mann meldete sich bei der Polizei. Er war einkaufen gewesen.

Von Jürgen Gückel und Heidi Niemann

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