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Panorama Tsunami vor Mexiko – 32 Tote
Nachrichten Panorama Tsunami vor Mexiko – 32 Tote
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15:57 08.09.2017
Im Süden Mexikos sorgt Hurrikan „Katia“ für heftige Regenfälle und Überschwemmungen.  Quelle: AP
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Mexiko-Stadt

 Das Beben mit einer Stärke von 8,4 sei vor der Pazifikküste des Bundesstaats Chiapas im Süden Mexikos in einer Tiefe von 33 Kilometern registriert worden, teilte das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum (PTWC) am Freitagmorgen deutscher Zeit mit. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte lag das Zentrum 96 Kilometer südwestlich von Pijijiapan. Es sei das stärkste Beben seit einem Jahrhundert in dem Land gewesen, sagte Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto.

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Das Beben mit einer Stärke von 8,4 sei vor der Pazifikküste des Bundesstaats Chiapas im Süden Mexikos in einer Tiefe von 33 Kilometern registriert worden, teilte das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum mit.

Die betroffene Region liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der immer wieder von heftigen Erdbeben erschüttert wird. Das Beben kostete mindestens 32 Menschen das Leben, darunter auch zwei Kindern. Im Bundesstaat Tabasco starb ein Baby, weil ein Beatmungsgerät im Krankenhaus wegen eines Stromausfalls nicht mehr funktionierte, ein weiteres Kind wurde beim Einsturz einer Mauer getötet, wie Gouverneur Arturo Núñez mitteilte. Im Bundesstaat Chiapas wurden in San Cristobál zwei Frauen von Trümmern erschlagen.

Zunächst gab das PTWC eine vorläufige Tsunami-Warnung aus. Es seien große Tsunami-Wellen von über drei Metern möglich, schrieb es beim Kurznachrichtendienst Twitter. Inzwischen bestätigte das Zentrum erste Tsunami-Wellen vor der Küste. Die größte Welle sei bisher einen Meter hoch gewesen, hieß es.

Gefährlich hohe Wellen könnten auch entlang der Küsten von Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Nicaragua bis nach Ecuador entstehen, hieß es. Das Helmholtz-Zentrum in Potsdam gab die Tiefe des Bebens zunächst mit 50 Kilometern an.

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Hurrikan „Camille“: Mit einer Rekordgeschwindigkeit von bis zu 306 Kilometern pro Stunde wirbelte Hurrikan „Camille“ im August 1969 nicht nur Kuba, sondern auch die US-Staaten Alabama, Mississippi und Louisiana auf. Alle meteorologischen Instrumente legte der Sturm beim Erreichen des amerikanischen Festlandes lahm. Bis 2005 hielt der Wirbelsturm einen weiteren Rekord: Er sorgte mit gut sieben Metern für die bis dahin höchste Sturmflut in der Geschichte der USA. Der Wirbelsturm forderte 259 Todesopfer, knapp 9000 Menschen wurden verletzt.

Das Erdbeben war auch in der etwa 700 Kilometer entfernten Hauptstadt Mexiko-Stadt und den Bundesstaaten Puebla, Veracruz und Guerrero zu spüren. Nieto hat rasche Notfallmaßnahmen angekündigt. Er habe sofortige Krisensitzungen der zuständigen Regierungsstellen angeordnet, „um die Lage zu überwachen, zu bewerten und um Maßnahmen zu ergreifen“, teilte er am Freitagmorgen (Ortszeit) auf Twitter mit.

Er machte sich auf den Weg in das nationale Katastrophenzentrum. Der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, warnte die Menschen an der Küste der Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas vor Wellen bis zu 4,20 Meter Höhe. In Mexiko-Stadt meldeten die Elektrizitätswerke zahlreiche Stromausfälle. Mexikos Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong rief das Nationale Notfallkomitee zusammen, um die weiteren Schritte zu koordinieren.

Im Golf von Mexiko ist derzeit zudem der Hurrikan „Katia“ unterwegs. Eine Hurrikan-Warnung sei für Teile des Staats Veracruz ausgegeben worden, berichtete der Wettersender Hurricane News. Im Osten Mexikos könnte es am Freitag und am Wochenende zu heftigem Regen und Sturmböen kommen.

Von RND/dpa/ap/are

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